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4 (1875) Livland und seine Geschlechter : I. Band
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und Unterstützung des Bekehrungswerks befiehlt.Darauf kommt ein Vergleich zu Stande; der Königerhält Estliland, der Orden Saccala und Ugaunien,der Ordensbischof aber in letzteren keine Rechte.Dieser Vertrag wurde 1222 zu Oese! modificirt.

Damit schien der Zwist geschlichtet, allein alsgleich darauf der König vom Grafen von Schwerin,weil er dessen Weib während seiner Fahrt nachJerusalem missbraucht haben sollte, überfallen undzwei Jahre in Haft gehalten wurde, benutzten Ritterund Bischöfe die Gelegenheit die Herrschaft derDänen zu beschränken. Den Streit der Letzteren mitdem Bischof über das Land Wiek entschied derpäpstliche Legat dadurch, dass er das Streitobjectdem Papste zusprach und sich im Namen des Letz-teren in dessen Besitz setzte.

Gleichzeitig mit der Gefangenschaft entstand einAufstand sämmtlicher Estken. In einem Treffenwurden viele Christen erschlagen, unter ihnen auchder Bischof Theoderich, an dessen Stelle Albertseinen Bruder ILerman, Abt zu St. Paul in Bremenweihte. Dieser fand es geeigneter, statt wie seinVorgänger selbst gegen die Ungläubigen zu kämpfen,den Schwertorden damit zu belasten, er trat ihm23. Juli 1224 unter diesem Bedinge die Hälfte seinesSprengeis sammt der Gerichtsbarkeit ab, bekundeteauch gleichzeitig seine Schlauheit dadurch, dass erund sein Bruder, Erzbischof Albert, wenn andersdie Urkunden acht sind 1 ) beim römischen Könige

B Friedr. Georg v.Bunge Liv. Esth —und Curländi-sches Urkundeiibuch 1853. I. S. 71. Mehrfache, historischeund stylistische Gründe veranlassen mich diese beiden Ur-kunden für unächt zu halten. Leal war noch 27. Sept.1224 Bischofssitz (Bunge S. 67) nach Russow's Chronik warDorpat (Tharbatum) damals noch eine Befestigung (Schlotyan Holte vnde Planck-Werk, rund um durch einen Erd-