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2 (1865)
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So werden nun jetzt unsere elf Oeconomiegüter von Familiengliedernverwaltet, nnd nur unser Wiesengut Lahm, das, wie bemerkt, unterbeide Verwaltungsmajorate getheilt ist, befindet sich größtentheils inEinzelpacht.

Im Jahre 1862 war, wie ich schon oben anführte, unser lang-jähriger sehr würdiger erster Lehrer zu ReutweinSdorf, Rektor Bittorf,gestorben, der während 46 Jahren für die dortigen Schulen höchstsegensreich gewirkt hatte, und an seine Stelle präsentirten wir dendortigen zweiten Lehrer Merz, der mit dem Titel Cantor seitdem dieseStelle bekleidet; die zweite Lehrerstelle erhielt erst August Hofmann,und nach dessen Abzug im Frühjahre 1864 Johann Thormann.— ImHerbste 1866 hatten wir den Schmerz, unseren trefflichen PfarrerKranssold, diesen bewährten treuen Freund unserer Familie, von Rent-weinsdorf wegziehen zu sehen, dein eine Stadtpfarrei in Schweinfurtverliehen worden war. Es war dies für uns Alle, wie für die Pfarr-gemeinde ein recht großer Verlust, da er zwölf Jahre in letzterer höchstsegensreich gewirkt hatte, und zu unserer Familie in ein inniges Freund-schaftsverhültniß getreten war. Auf seine Stelle wurde auf den Vor-schlag des Verwaltungsmajoratsherrn von ReutweinSdorf der Pfarr-ämtscandidat Christian Heim präsentirt, der seine neue Pfarrstelle imSommer 1864 bezog.

Der Februar des Jahres 1864 brachte unserer Familie großenSchmerz. Meine treffliche Schwester Hedwig von Grolman, diesePerle unserer Familie, die schon im Jahre zuvor schlagähnliche Anfällegehabt hatte, ward durch einen neuen Anfall dieser Art in Berlingefährlich krank, und starb am 25. Februar d. I. fromm und gotter-geben wie ihr ganzes Leben war. Unserer Familie ward dadurch einenicht zu ersetzende Lücke.

Nicht lange darnach — am 28. Juni — verehelichte sich Gott-fried IV. mit Julie von Welser in Nürnberg, und der junge Ver-waltungsmajvratsherr hielt am selben Tage mit seiner Gattin seinenfeierlichen Einzug in Rentweinsdorf, bei dem sich, wie ich schon obenbei Gottfried selbst bemerkte, eine so schöne Betheiligung der BewohnerRentweinsdorfs und der umliegenden Orte zeigte, die uns den sehrerfreulichen Beweis gab, daß, wenn auch das Jahr 1848 unsere recht-