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München, wo er bis zum Juli 1856 blieb, und da als Lieutenantin's zweite Chevauxlegers-Regiment in Ansbach eintrat. Seitdem ister in dieser Stadt, und dazwischen während drei Jahren in verschie-denen Städten der Pfalz in Garnison geblieben, und 1864 zum Ober-lieutenant im selben Regiments avaneirt,
3. Sigmund II., geboren den 21. August 1837 zu Bayreuth,wo ich damals Regiernngs-Assessor war. Wie sein Bruder Hermann,erhielt er seinen ersten Unterricht durch Hofmeister, dann auf denSchulen zu Ansbach und Bayreuth, und kam 1852 in eine Erziehungs-anstalt — Salon genannt — bei Lndwigsburg in Würtenberg, undals diese zeitweise aufgelöst ward, auf das Gymnasium nach Schwein-surt. Wegen seiner besonderen Borliebe für das landwirthschaftlicheStudiuni brachte ich ihn im Sommer 1356 vorerst zu praktischen Land-wirthen, und zwar zuerst zu seinem zukünftigen Schwager Max vonKünßberg nach Wernstein, und sodann zu einem Gutsbesitzer Bergerin Aujezd bei Prag, wo er bis zum Herbste 1858 blieb, und hieraufdie landwirthschaftliche Academie Proskau in Oberschlesien bezog, aufder er 1'/- Jahre landwirthschaftliche und naturwissenschaftliche Studienmachte. — Von da sollte er im Frühjahre 1859 die Universität be-ziehen, um sich die für einen Gutsbesitzer nöthigen juristischen undcammeralistischen Kenntnisse zu erwerben, allein die damaligen Aus-sichten eines Krieges mit Frankreich riefen ihn zum Eintritt in'sMilitär. Er trat, noch bevor ihn die Conscription zwangsweise zum Ein-tritt genöthigt hätte, freiwillig in das erste bayerische Infanterie-Regiment zu München, und wurde schon fünf Wochen darauf Lieutenantim Infanterie-Leibregiment. Als im Frühjahre 1860 die Kriegsaus-sichten verschwunden waren, sollte nun sein nur verschobenes Univer-sitätsstudinm beginnen. Um jedoch für den möglichen Fall einesspäteren Krieges die bereits erlangte Officierstelle nicht wieder zu ver-lieren, nahm er nur Urlaub und stndirte zwei Jahre auf den Uni-versitäten München und Göttingen, worauf er noch ein drittes JahrUrlaub nahm, um bei meinein Freunde, den Neichsrath Freiherrn vonThüngen, praktische Kenntnisse in der Forstwirthschaft zu erlangen, undsich zugleich auch in der Landwirthschaft noch weitere Kenntnisse zuverschaffen. Zur vollständigeil Ausbildung als Gutsbesitzer gehörte