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nach seine dereinstige Bestimmung war, in Preußen zu leben, zu seinerweiteren Ausbildung auf die Ritteracademie in Liegnitz gebracht, vonwo er, wegen der Nähe Buchwalds von Liegnitz, schon frühe mitseinem dereinstigen Güterbesitz und den dortigen Verhältnissen bekanntwerden konnte. Aber der Herr hatte anders beschlossen. Als imHerbste 1855 in Liegnitz eine Nervenfieber-Epidemie ausbrach, wurdeauch Friedrich von solcher befallen, und erlag ihr am 18. Novemberdesselben Jahres. Seine Leiche wurde erst in Liegnitz selbst beigesetztund später nach Bnchwald gebracht, wo sie an der Seite seiner Groß-tante, die ihm ein so schönes Erdenloos zu verschaffen bemüht war, ineinem im reizenden Parke zu Buchwald erbauten Grabgewölbe ruht,über das sich eine geweihte Kapelle erhebt. Gott der Herr hatte ihmschon frühe ein noch schöneres Erbe bestimmt, als die Menschen ihmhier auf Erden hätten bereiten können. Er starb in frommer Ergebungin den Willen seines Gottes und lebt dort oben bei seinem Heilande.
7. Hermann V., geboren zu Rentweinsdorf am 21. August 1841,kam zu gleicher Zeit wie sein obengenannter Bruder Friedrich auf dieSchule nach Erlangen und in das Haus des Professor Schmidtleindaselbst, und setzte dann seine Gymnasialstudien im Hannöverischensowie in Bayreuth und Hof fort, wo er im Herbste 1861 das Gym-nasium absolvirte und hierauf die Universität Göttingen bezog, um sichdem Nechtsstudium zu widmen. Nachdem er dortselbst fast zwei Jahreverweilt, setzte er seine Studien auf der Universität Berlin fort, woer jedoch im Frühjahre 1864 sich entschloß, den Militärstand als Berufzu erwählen. Er verließ die Universität und trat in ein preußischesGardedragoner-Regiment ein. Zugleich ließ er sich in Preußen natn-ralisiren, und gab deßhalb sein bayerisches Unterthanenverhältniß auf,wodurch jedoch an seinem Mitbesitz unserer Güter keinerlei Aenderungerfolgte.
8. Marie, geboren zu Neuenhof am 21. Juli 1843, brachteihre Kindheit im Vaterhause zu, und lebt seit dem Tode ihres Vatersmit der Mutter abwechselnd zu Rentweinsdorf und Buchwald. —Ebenso auch
9. Hedwig, geboren zu Rentweinsdorf am 8. October 1847,die sich am 6. November 1864 mit dem preußischen GardehanptmannErnst von Grolman in Berlin verlobte.