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seinem Könige wieder in den Dienst gerufen und Commandirendereiner Division wurde, lebte sie mit ihm mehrere Jahre in Glogau unddann in Posen, wo er ein Armeecorps befehligte und zum Generalder Infanterie erhoben wurde. Er galt mit Recht als der ausgezeich-netste General der preußischen Armee und zählt zu den Helden derBefreiungskriege. — Nach dein 1842 erfolgten Tode ihres Manneszog Hedwig nach Berlin, wo sie am 25. Februar 1864 fromm undgottergeben starb. — Ihre Ehe war mit Kindern reich gesegnet, aberdas Mutterherz erlitt harte Schläge. Der Tod raubte ihr die meistenihrer Kinder, und nur drei haben sie überlebt und konnten der treff-lichen Mutter, die mit der innigsten Liebe an ihnen hing, das sterbendeAuge schließen. — Ihr wird ein treues Andenken in reichster Liebebewahrt werden.
3. Thusnelde, zu Rentweinsdorf am 2. Juli 1798 geboren,brachte gleichfalls ihre Kindheit und Jugend im väterlichen Hause zu,bis sie sich am 21. Dezember 1818 mit August von Nappold, Haupt-mann im 1. preußischen Garderegiment zu Potsdam, verehelichte, dereinige Jahre darauf Gouverneur der Söhne des Prinzen Wilhelm zuBerlin wurde, was er aber nur kurze Zeit war, da er schon im Früh-jahre 1823 daselbst starb. — Thusnelde lebte als Wittwe mit ihren3 Kindern erst zu Charlottenburg, dann vom September 1831 an inRentweinsdorf, wo sie das Unglück hatte, das älteste derselben zu ver-lieren. Sie selbst starb daselbst am 17. Juni 1835 und liegt aufdortigem Kirchhofe begraben, wo ihr einziger Sohn, der ihr am I. Mai1842 im Tode folgte, neben ihr ruht.
Thusnelde war von Jugend an eine überaus liebliche Erscheinung.Sie verband mit großer körperlicher Schönheit eine seltene Liebenswürdig-keit und anmuthige Weiblichkeit, und war der allgemeine Liebling Aller,die sie kannten. Sie hatte ein tief religiöses Gemüth, das ihr einenbeglückenden heiteren Frieden der Seele gab. Wohl hatte der tiefeSchmerz, den ihr nach so überaus glücklicher Ehe der frühe Verlustihres Gatten und der nachfolgende Tod ihrer ältesten Tochter bereitete,in ihr sonst sehr heiteres Gemüth viel Trübes gemischt, doch aberwar ihr der große Liebreiz ihres ganzen Wesens geblieben und ver-süßte selbst ihr längeres Leiden, das ihrem Tode voranging, der die