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wohner des RentweinSdorfer Schlosses, und unter ihnen auch Sophie,auf's Krankenbett geworfen hatte, unterlag das in jeder Beziehunghoffnungsvolle Mädchen dieser schweren Krankheit, und starb am11. August 1806.
2. Hedwig, geboren den 29. September 1796 zu Rentweinsdorf,wo sie ihre Kindheit und Jugend zubrachte. Schon in ihrem jugend-lichen Alter zeigte sie die ausgezeichnetsten Gaben des Geistes undHerzens, die bei ihr in späterer Zeit in eine so schöne harmonischeVerbindung traten, daß sie bei Allen, die sie kannten, durch's ganzeLeben als ein wahres Vorbild weiblicher Vollkommenheit galt. Wirnannten sie die Perle unserer Familie, und in ihrem zwischen Glückund Unglück, zwischen Glanz und Entbehrung überaus reichen Lebenwar sie sich stets gleich in treuer, aufopfernder Pflichterfüllung, christlichgläubiger Ergebung und reinster weiblicher Zartheit des Herzens, ge-paart mit klarer, aber überaus milder Charakterfestigkeit. — Willman ein Bild von ihr haben, so verweise ich auf die unten folgendeLebensskizze meines Bruders Hermann. Was er in seltener Vollendet-heit als Mann gewesen, war Hedwig als Frau, nur daß in ihremLeben der Wechsel zwischen Glück und Unglück ein größerer war,während meinem Bruder ein von Gott selten beglücktes, nur weniggetrübtes Leben beschieden war. Es ist mir schmerzlich, von dieserüberaus trefflichen Schwester und in seltener Vorzüglichkeit hervor-ragenden Frau keine ausführliche Lebensskizze hier geben zu können,es gehört aber solche in die Geschichte der Familie Grolman, in diesie eingetreten, und nicht in gegenwärtige Familiengeschichte.—Hedwigvermählte sich, wie wir bereits oben sahen, am 26. Oktober 1816 mitdem preußischen General Karl von Grolman, ihrem Stiefonkel, derdamals Chef des allgemeinen Generalstabs in Berlin war. Als der-selbe ans Unzufriedenheit über militärische Einrichtungen 1819 denDienst verließ, lebte sie mit ihm 6 Jahre zu Gosda, einem von ihmin der Nicderlausitz gekauften kleinen Gute, dessen geringer Ertrag ihrganzes Einkommen war, da Grolman in edlem Stolze jede Pensionausgeschlagen hatte. Der Abstand gegen das frühere Leben in Berlinwar groß, aber Hedwig wußte sich sofort mit vollster Ergebung indieses ganz veränderte Leben zu finden, und zählte selbst diese Jahrezu den besonders glücklichen ihrer Ehe. — Als Grolman 1825 von
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