Druckschrift 
2 (1865)
Seite
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Aufenthalt war für den Vater, der sich schon damals in gedrückterFinanzlage befand, sehr beschwerlich, da der junge Friedrich Karl trotzfortgesetzter Ermahnungen und selbst strenger Beaufsichtigung, wovonuns die noch vorhandenen Briefe Auskunft geben, große Summenkostete, und sich auch sonst nicht in die gehörige Ordnung fügen wollte.Nach beendeten Studien machte er eine Reise nach Paris, und tratdann in Weimar'sche Dienste, wo er am 10. September 1773 Hof-junker und Regierungsassessor, und ein Paar Jahre darauf Negierungs-rath wurde.

Nach des Vaters Tode war er der einzige der hinterlassenenSöhne, welcher bereits großjährig war, weshalb er den Dienst einigeJahre darauf verließ, nach Rentweinsdorf zurückkehrte und dort ge-meinschaftlich mit den Vormündern seiner drei Brüder die Regierungund Verwaltung der Güter übernahm. Als Senior der Familie warer seit des Vaters Tode Erbunterkämmerer des Fürstbisthums Bamberggeworden (der zwanzigste aus unserer Familie), und fast zur selbenZeit ward er von der Ritterschaft des Cantons Baunach zum Ritter-rath erwählt, und erhielt dabei vom Kaiser den Titel eines kaiserlichenwirklichen Rathes. Auch wurde er später preußischer Kammerherr, underhielt wie sein Vater die Exspectanz auf den Johannitterorden undauf eine Comthurei in solchem, welche ihm aber, da er frühe starb,nicht zu Theil wurde.

Er vermählte sich am 26. August 1777 mit Luise von Staff,Tochter des damals schon verstorbenen Weimar'schen OberjägermeistersJohann von Staff zu Weimar, und blieb vorerst in Rentweinsdorfwohnen, wo ihm am 8. October 1779 eine Tochter geboren wurde,die den Namen der Mutter — Luise — erhielt.

Friedrich Karl ertheilte mit Zustimmung der Vormundschaft seinerBrüder die Erlaubniß zur Anlegung einer Wasenmeisterei am Buchholzzwischen Rentweinsdorf und Sendelbach an Philipp Schäfer, und ver-erbte einen Bauplatz hierzu. Diese Wasenmeisterei, die später an einengewissen Beck überging, bestand bis in die neueste Zeit, wo das zunahe an der großen Straße stehende Fallmeisterhaus, was zugleich derSchlupfwinkel schlechten Gesindels wurde, lästig ward, weshalb ich