Urkunde CXI.VI.
exi^vi.
Vertrag zwischen Anna der Wittib Walthers des Hern zu
Hohmgeroldsek und QuirinGangolf dem Hernzu Hohengeroldsek.
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wissen und kundt seye menniglichen mitt disem Brieffe, nachdem auff AbsterbenA wylundt des wolgepornen Herrn, Herrn Malrhers Herren zuoHohengeroltzeckund Sulß seliger Gedechknus, entzwüschen der wolgebornen Frawen, Frawen Anna von(yerollzeck, geborne Lreyin zuo Stoffel, seiner verlasnen Wittib, als für sich selbstund an Stat der auch wolgebornen irer ehelichen Kinder, so sy bei erstgenantem HerrnMalthern seligen ehelich erlangt und überkommen xm einem, und dem wolgebornenHerrn Herrn Duirin-Gangolffen, Herren zu Hohengerolyeck und SulH am andern,allerlai Mißuerstandt seiner Verlaffenschafft, liegender und varender Guether halb, habenund zugetragen, aber zu Verhuettung Vnwillens und Vnfraindtschafft, ist durch am ge-meine Freundtschafft, wie es zwüschen baiden Partheyen in der Vnderhalltung drei Iargehallten werden soll, zu Villingen ein Vertrag abgeredt und vffgericht. Dieweil sichaber die drei Iar, vngevar bei anderthalb Jaren nechst verschinnen geendett, haben bai-de Partheyen am Fraindtschafst weitter guetliche Vnderhandlung, wie es zwüschen inenhinfüro gehalten werden soll, ze pstegen gebetten, des am Fraindtschafft, nämlich die wol.Zebornen Herrn, Herr Haugo Graffzuo Montfort und Rottenfels, Herr ConradtGraue zu Tübingen, Herr JoacHim Graue zu Lupffen Landtgraue zu Stuellin-M und Herr Lröben Thristoff Graue und Herr zu Zymbern, alle meine gnedigsHerren, den Partheyen bewilligt und darauf sye die Partheyen an heut Dato alher genEngen betaget und sy in irem Anligen gegen ainander gehört, volgends dasselbig nach Nod-turfft von ainer Fraindtschafft erwegen und sy zu baiden Thaillen, vff dißmal mit iremVorwiffen und guttem Willen, veraint und vertragen.
Vnd erstlich, so soll mein gnediger Herr von Gerolßeck die Herrschafft Gerolßeckhnochzway Iar, so sich Lucie ^ nechst ansahen sollen, vermug des Abschydts zu Villin-M vffgericht, in der Regierung inHaben und dieselbigen in Rammen sein und seines jun-gen Vettern regieren und verwalkten, auch gedachten seinen jungen Vettern und LrölmAnnen, so er dieser Zeyt bei ime hatt, irem Stand gemäß, nodtursstiglich vnderhalltm.Soviel dann mein gnedige Frawen und irer Gnaden Dochter Lrölm Appolonia belangt,>ß vermög der Abred zu Villingen, mit gedachtem meinem gnedigen Herren von Geroltzeckdie Zeyt, so sich nach Endung der dreyen Jaren bis vff Lucie nechst, anlauffen thut,
R r nämlich