94 Urkunde XI.II.
geben, oder nach vnserm Tode vermachen, wemme oder was Personen wir wollent, anemenniglichs Widerrede, an alle Geuerde; doch sollent wir gegen nieman kein liegende Gü-tere verkauffen, veräußern, versehren, versetzen noch vermachen in keine Weege, ane Wil-len vnnd Gehelle des vorgenannten Grafen Heinrichs von Mördenberg vnsersSu-nes, vnnd Grase Eberharden sines Sunes, vnnd ihrer beider iibeöerben , ane alleGeuerde.
Vnnd von des Briefes wegen, den Wir Sophia von Mördenberg dem ege-nannten GraffHeinrichen von Mördenberg vnnsernn Sune von der vorgenanntenGuter wegen vormals vor dem jand-Gerichte zu .... vber vns geben-habent,da soll derselbe Briefe, vnnd alles, das daran geschrieben stat, bod vnnd krafftloö syn,vnnd kein Krasse noch Macht mehr haben, in keinen Weege, vnnd soll auch der vorge-nannt Graff Heinrich vnser Sune, denselben Briefe vns ledigtichen widergeben vnndantwurten, one alles hündern vnnd Sumen, ane'alle Geuerde.
Auch ist beredt, were es ob jeman were, der were, der die vorgenannte Frowe So-phie von N)erdenberg , oder'irre Dienere, Iungfrowen, Vogete, Schultheiße,Am,bachlüte, Pflegere, Knechte, Megede, oder andere ihre iüte, oder Dienere, wer diewerent, an ihren ^iben oder Gütern geweltigen, angriffen oder schädigen wollte, wie oderin welchen Wege das were, darwider soll ihr der vorgenannt Graff Heinrich ir Smgetruwentlich beraten vnd behelffen sin, als ein Kind stner Mutter billichen vndmugeli-chen thun soll, nach siner Vermögende, vnnd soll ihr vnnd allen iren Vnderthanm Züchtevnnd Ere bieten, als verre er kann oder mag, ane alle Geuerde.
Auch ist me beredt, was Briefe wir beider Site habent von der vorgenannten M-ter wegen gerwe oder ein Teil, sie syent bestgelt oder vnbesigelt, daß wir die zu Stunk, svdirre Brief gefertiget vnnd besigelt wurt, alle' ßunment sollent antwurten vnnd legen ingemeine Hand , hinder den erwürdigen vnsern lieben Oheim Graff Eberhard vonAirchberg, Tumherrn vnnd Portener der merrcn Stiffte zue Strasburg, also wemwir die vorgenannte Sophie von Mördenberg derselben Briefen bedörfent vnnd not-dürfftig hant, daß sie vns'dann der vorgenannt vnnser Oheim von Kirchberg lihen mdvßgeben soll. Doch sollent wir syeime wider geben vnnd antwurten, so wir erste kommtoder mogcnt, dahin vnnd an die Stette, da er sie vnns danne geluhen hette, amalleGeuerde.
Doch so ist nemmelichen in diesem Brieffe vnnd Vbertrag beredt vnnd bedingen we-re es, obe wir Graffe Heinrich von Wördenberg, vnnd Graffe Eberhard vonMordenberg vnnser Sun abegiengcnt vnnd stürbent ane libeserben , das Gott langewende, so sollen die vorgenannte Guetter alle, mit.allen iren Rechten vnnd Zugehorden,als Vorbescheiden ist, lediglichen fallen, an die vorgenannte Frow Sophien vondenberg vnser Mutter oder die neheste Erben, oder an den oder die, dem oder denhtdanne dieselben Gueter gegeben, gegunnt oder vermacht hette, an alle Geuerde.
Hier-