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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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y2 Urkunde XI.il.

rpördeuberI vnserm Sune, vrch vnsern iibeSerben zugehört, (*) vnnd sollent sie auchdarin setzen in Gewalt und Gewehre, also daß sie auch daran habende jy^ dieselben vierCappen Zinses die ehgenannte vnser Mutter vnns oder vnserm Sune, oder vnnsern Libes-erben jährlichen geben vnd richten soll, vff sanct Martins Tags, obe wir die Zinnse an siefordernt, vnnd sollent auch allen vorgesichriebenen Gütern zu Stunt gehn, vnnddiesel,be vnnsere Mutter wiederumb darin setzen in Gewalt vnnd Gewehre aller der,Guetcre, diedavor geschriben stahnt , also daß' dieselbe vnnsere Mutter dieselben Guetere alle geruwig-lichen inne haben, besitzen, nützen vnnd niesen soll, hohe vnnd nahe, diewiele daß sie lebet,vnnd mag ihre Lüte schetzcn, ihre Sture, Bette vnnd Gewerffe legen, hohe vnnd nahe,wie ihr das allerbast füget, ohne manniglichs Widerrede, vnnd also st dieselben Gueterevntze her inne gehabt, öeftffm, benutzet vnnd genoffen hat; vnnd sollent auch wir GrchHeinrich von vpördenberg , Graffe Eberhard vnnser Sune, noch niemant vonvnsert wegen dieselbe vnsere Mutter, diewiele daß sie lebet, noch jeman von ihren wegen,in denselben vorgenannten Guetem nit irren, hindern, sumen noch trcngen, m keinenWeege, an alle Geuerde.

Auch ist öer- dt, daß wir beidersyt, 06 oder vf den vorgenannten Gütern, mogendgemeine verkauffen oder versetzen, gegen zweyhunderten Pfunden Straßburger Pfennin-gen, als dann das becde Syte aller nuzest. vnd nottdurfftigest duncket ffn , vnnd sollentauch wir Sophia von Mördekberg dieselben Zinse vnnd auch alle andere Zinse, Gül-te vnnd Gelde, die von allen vorgenannten Gütern Jahres fallend oder gant, gesucht vndvngesucht, jehrlichen richten vnd geben, diwile daß wir lebent, ane des vorgenanntenGraffen Heinrichs von Mördenberg vnnftrs Sunes vnnd siner tibescrbenCosienvndSchaden, ane alle Geuerde.

Auch ist beredt, daß wir Grase Heinrich von Mördenberg die vorgenanntenGuetere alle, gerwe noch kein Theil, diewile die obgenannte vnsere Frswe vnnd Mutterlebet, nit verkauffen, veräußern, versehen, noch versetzen sollen, versa mmenhasst nochbesunder, in keinen Weeg, es si) danne mit Willen vnnd Gehelle^ der vorgenannten vnserMutter. Vnnd were es, obe wir dieselben Guetere, gerwe oder ein Theil, vormahlsverusert, versetzet oder jemand zu kauffende geben hcttend, in welchem Weeg das wm,das soll alles tod -und krafftlos jtzn , vnnd kein Keafft noch Macht meh haben, in keimWeeg, an alle Geuerde.

Auch

V) Es ist dieses eine uralre Teutsche Rechtsgewohnheit, welche man auch hin und wiederin den Teutschen Rechtssamlungen anlrift. Oben , m denen Urkunden VII BXXV ist sie auch angebracht worden. Das Bayrische Landrccht bei2» oM/e./u»". stehet davon also: Mer einem ein Guet machen

wil, der sol den in Nutz und in Gewer sBestz^s sezen pei seinem lebendige»Leib, und sol er etlich Gült jährlichen einnehmen, diewiil Verlebt, der ÜMHas Gut gemacht hat ic.