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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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46 > Urkunde X. ^

an unseres Herrn Scacc Zxömg Heinrichs von Rome Vogt vnd Pfleger istzu Grcenberg unt^in der Gegne zu Morrenau, in die Ehre des allmechtigenGottes, mit aller der Willen die zu uns gehörend, einhelliglich überein seind komen, daßwir zu Trost und Besserung des Spithals, der in Gottes Ehren den armen siechen unddürfftigen leuten zu helfen, bey vns zu Offenburg neuwling erhaben ist, auf Hand geseztund gemacht, das hienach geschriben stehet, also daß es ewiglich.stett feye und wir, unse-re Nachkommen zu Offenburg immermehr es schuldig seind zu behaltende, als andere Rechtund Gewohnheit der Stadt Offenburg.

Wir erkennen und versehen des ersten, daß derfelb Spital gegen uns und unsereNachkommen imermer soll fein und bleiben in der Freyheit und in allen den Rechten, alsandere Gotteshäuser, die jezt bey Uns seind oder hienach werden. Darnach sezen wirund wollen, daß der Spital und alle die Personen, die darzue hörend, als andere, dieBurgere zu Offenburg seind, Recht haben, an allen Stätten und Gerichten, zu allen un-seren Allmenden, in der Statt und auswendig, zue Wald und zue Veld, und wie sie an-ders gelegen und genant werden, und daß sie darum weder mit Wachen noch mit Steuer,noch mit Auszöge, noch anders in keinen Weg, schuldig seind zu thun keinen Wacht,Steuer, Auszug und Dienst frey, dann ein Bürger von seinem Burgerrecht oder jemandanders von seiner Hörunge, der Statt oder mit der Statt zu Offenburg, thuen solle.

Dann sezen wir und wöllen, daß derfelb Spital und alles sein Guet das er jezo hatund immermehr gewinnt, und die Personen so dazu gehören, solcher- Dienst frey seind,und von Uns hinanfür so uns und unsere Nachkomen angoth, alle die Freyheit und alledie Recht haben , als auch der Spital zu Frcyburg, von der Stadt zu Freyburg hat undgelegen ist, und soviel für bas mit Nahmen , daß sie von allem dem so den: Spital ufdem sinem wachßt oder wird, ohne Geserde Unngelds und Zollnuß ledig sein.

Wir sezen auch mit rechter Sazung, us uns, alle unsere Nachkomen zu Offenburgimermehr, daß wir demselben Spital schuldig seynd, seinen Personen und sein Gut in derFreyheit und in den Rechten, die sie von Uns oder jemand anders Hand, zue behaltendeund zu fridende, soferne wir mögen, als wir auch anderen, unseren Burgeren sind schuldigzu thun. Und daß wir und alle unsere Nachkommen dem Spital und seinen Betten umalle Sach , die sie von des Spitals wegen vor dem Gericht zu Offenburg klagen wernd,recht und unverzogentlich richten, als hinnach geschriben steet.

Wer ein Burger zu Offenburg ist, oder ohne das zu dem Geruht in der Stadt oderauswendig in die Vogtey zu Ortenberg höret-, wird der dem Spital kündlich in keine Weißschuldhafft, dem solle des Gerichts in der Stadt oder auswendig, wann es des SpitalsPfleger an ihn forderet, gepietend zu geltende in den nechsten acht Tagen; thuet er dasnicht, so solle des Gerichts Porten des schuldigen Pfand ohne Widerrede angreifen undsolle es antworten des Spitals Pfleger, für die Schuld. Wo aber die Schuld zwchl-hafft ist, da solle des SpitalsPotten Raths pflegnen, das ihme fügt, so solle derSchnlt-heiß und der Rath zu Offenburg uf ihren Eyd einhelliglich , ob sye nirgend übereinkam-