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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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Urkunde l.

^ welcher komen vnd mit im gebrocht ein wol gebutzten Züg. 2tls sie nu zu der Stat komen,

habent sie vermeint ettliche vss der Stat zereitzen, daß sie mit inen schliegen; aber die vssl,!i der Stat, als sie die Trierischen gesehen gen Kinigshouen reiten, haben sie sich gefreüwet,^ ^ > dann sie große Boum vss den Weg gegen dem Dorff zu gelegt, also daß die Reisigen zus / inen nit wol haben können komen, aber die Fussknccht zu den Reisigen. Dohar die von

Stroßburg sich zu den Weren gerist, vnd inn die Hußer gangen, durch Thüren vnd Ven->- > ' 'stern. Ettliche haben den Reisigen ire Gül mit Spiesen durchstochen, ettlich Armbrost-''' Ih Schützen haben die Reisigen ouch erschossen.

- Als nu die Trierischen gesehen daß sie hafftig geletzt gewesen, seind sie koum zu Noss

' > vnd Fuss zum Dorff vssen entrunen biss vss ein weit Veld, do send vnder ettlichen Reisi-

Zkn die verwunten Gül nider gefallen vnd gestorben. Es ist ouch die Sag gewesen , daßin dem Streikt die Trierischen hundert vnd viertzig Gül verloren haben. Do nun der Ertz-' bischoff von Trier gesehen, daß er vnd die seinen ein solchen grossen Schaden an Lib vnnd

Gut geliteu, hat er ein Abscheid von dem Bischoff von Stroßburg genomen, vnd ist mitden Seinen, so noch vorhanden» gwesen, wider heimzogen. Daruss hat sich der Bischoffvon Stroßburg ouch bedoucht vnd betracht daß er mit einen solchen'grossen Züg gegen ei-ner Stat Stroßburg nichs hat können schaffen; ist er mit seinem Züg von der Stat gewi-^ Venlin Knecht inn die Dorffer, so nache by der Stat Stroßburg liegend

bescheiden, mit Bevelch,ain sonder stißigs Uffsehen zu haben, ob etwan ein Burger'Mch her Stat sich heimlich haruß thette.

Daruff hat es sich begeben, daß ettlich Bürger vss der Stat, vngwarneter Sach, gan-gen sind, welche des Bischosss Reisigen» vnd Kriegs?Volck betraten haben, ettlich zu todgeschlagen, ettlich gefangen vnd die vbrigen so entlouffen, send wider in die Stat komen.Do das die von Stroßburg gesehen, daß man die iren so iomerlichen zu tod geschlagen^ M» hat, seind sie geursacht worden ein Punthnus mit Grass Rudolffen von Habspurg antze-l'- nemmen, vnd in zu irem Herren vnd Fürsten erwölet.

' Daruff hat Grass Rudolfs sich beratschlagt vnd docht daß der Bischoff von Stroß-

bürg ettliche Stat vnd Dorffer eins Romischen Kinigs im Elsaß zu bewaren innhat, dievndcrston ime zu zueignen vnd zu vberkomen. Vss sollichs ein Graff, Gottfn--dus genant, des vorgenanten Graff Rudolfss von Habspurgs vcrwanter, hat im ge-- ss) die Stat Colmar mit gewerter Hand vnuersehcnlich zu vbertzichen, das er gethon vnd

gedochte Stat Colmar vnder sich gebrocht vnd gewunnen.

. Do das der Bischoff innen worden, hat er vnderstanden die Statt wider zu überko-

wen vnd ein qrossenn Huffen Kriegssuolck zu Ross vnd Fuss'zu wegen brocht. Welchedes Grauen von Habspuras Zeichen und Cleidung betruglichen ann sich genomen haben,.... vnd alsbald für die Stat Colmar geschicket, welche für die Porten der Stat Colmar ko-

men, sich angenomen sie sigen des Grauen von Habspurgs KriegS-Volck vnd sie inzulassen

^ beqert. Als nun die von Colmar gesehen vnd erkant die Zeichen vnd Cleidung des Gra-uen von Hadspurgs zu sein , haben sie ettliche Kriegs-Volck ingelaßen vnd inen diePorten

' Cz geöffnet,

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