natürlich ist und die mir niemand übel nimmet, weilen man weis., daß sie aus dembesten Herzen entspringet.
Ich hoffe so gar, es werden diejenige, so sich durch die Aeusserung meinerMeinung betroffen finden , mir die Entwickelung derer bei ihren Streitigkeiten vor-kommenden Umstände Dank wissen, indeme sie dadurch in den Stand gesetzet wer-den, daß ein jeder sich sein Urtheil selbst sprechen, auf die beste Art aus Jrthümerenziehen und vor Uebereilungen bewahren kan, die ihme zu eigenem grösestem Schadenhinderlich seyn würden, um seine Ruhe in der Ruhe des Nebenmenschen zu findenund folglich der grösesten Glükseligkeit zu gemessen, der Menschen unter einanderfähig seind.
Im übrigen weis ich gar wohl, daß ich nur in meinem Privatstande schrei-be, und daß meineMeinungen keinesweges Aussprüche seind, so von dem Richter-stuhle herab gehen. Solte mithin diese Schrift diejenige Überzeugung nicht wür-ken, welche ich mir bei allen denen versprechen darf, somit Einsicht, mitUeberle-»Zunge und mit einem reinen- der Gerechtigkeit nicht verschlossenen Herzen denken ,alsdan wird die starke Hand des Allmachtigen , die groses und kleines mit gleich-groser Aufsicht regieret, sich schon andere Wege vorbehalten haben, um die Sachederer, so recht haben, aus diejenige unwiederstehliche Art zu unterstützen, welchedem Finger GOTTES Ehre machet. Dieser lege seinen Segen auf meineArbeit. Geschrieben den 22sten November des Jahres
1765.