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Pragmatische Geschichte des Hauses Geroldsek, wie auch derer Reichsherschaften Höhengeroldsek, Lahr und Mahlberg in Schwaben : mit 213 Urkunden
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Vorrede.

Ich habe anbei gut gefunden, die uugedrukte Urkunden, deren ich mich beidenen Geschichten vornehmlich bediene, mit anzuhangen, aus dem Grunde , damiteinestheils meine Beweisthümere einem jeden sogleich vor Augen liegen; andern-theils aber, weil ausser demjenigen, so zu meiner Absicht gehöret, solche Urkundenin unzahligen anderen Fällen nüzlich seyn können, die man zum Voraus ohnmög-k'ch wissen ka-n.

Mir kommet die Bemühung dererjem'gen überhaupt sehr löblich vor, welcheauch nur blose Urkunden der Well bekant machen; und niemahl sehe ich das diplo-matische Werk des seligen Freihern von Gudenus, und die jetzo heraus kommendemonumema öoica an, ohne ein innerliches Vergnügen darüber zu schöpfen, daßman aus solchen herlichen Samlungen die Wahrheit derer Geschichte aus ihrer Quel-le nehmen kan, ohne dieselbe auf die gewagete Erzählungen alzu dreister Geschieht-schreiben ankommen zu lassen.

Die Wahl meiner ersten Arbeit ist auf das Haus Geroldsek gefallen, wei-len dasselbe gewis eines derer ältesten in Teutschlande ist und es unter dem hohenAdel der Schwäbischen Nation sich allezeit merklich hervor gethan, auch Lande be-sessen hat, die hinlänglich waren, drei besondere rcichöherliche Hauser zu versorgen.Seine Geschichte hangen mit denen Geschichten anderer uralter- theils noch leben-der, meistens aber abgestorbener hoher Häuser dergestalt zusammen, daß die Histo-rie des einen dem anderen ein zuverlässiges Liecht giebet; und die Verhandlungenbei denen Erbfällen, Theilungen, Lehensempfängnissen, Belehnungen, Heurathen,Verwiedemungen, Veräusscrungen und sonsten, haben mir geschienen von solchenUmständen begleitet zu seyn, daß ich mir zum Voraus den Beifal meiner Lefere ver-spreche, wan ich diese Geschichte vor anderen zu dem Vorwurfe dieser meiner erstenSchrift genommen habe.

Ich werde mich in solcher Hofuunge um so weniger betrügen, als eine so gear-tete Abhandlung derer Geschichte des besagten Hauses die einzige reine Quelle ist, ausder man die Ansprüche beurtheilen kan, welche sich hervor gethan haben, als er-wähntes Haus so hochberühmter Dynasten, erst in dem besonderen Hanse Sulz,darnach in dem Hause Lahr und endlich in dem Hause Hohengeroldsek, aussiarbe.

Bei Gelegenheit des lezteren machet der Westphalische Friede die Ansprüchebekant, welche das marggravliche Haus Baden-Durlach aus die ansehnliche Allo-dien derer Neichsherren zu Hohengeroldsek hat, und weshalb es mit denen Herren

Gra-