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1,3,4,1 (1875) Geschichte des Landes und seiner Zustaende. Th. 4, 1. Haelfte. (Schluss der Landesgeschichte, von 1272 [1275] bis 1508) / nach d. Verf. Tode fortges. von W. Tobien
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welche zwischen den genannten Herzogtümern und dem Erz-bisthum Köln seit langer Zeit bestanden hatten.")

Jetzt aber regten sich auch die durch solche Vorbereitungenbedrohten Fürsten am Niederrhein und in Westfalen, und am7. April 1277 wnrde zu Deutz gegen den Erzbischof einBündniß abgeschlossen, welchem folgende Fürsten und Herrenbeitraten: Bischof Simon von Paderborn, zugleich Vor-mund des Herrn von Lippe; Heinrich Landgraf von Hessen;die Grafen Wilhelm (Vater und Sohn) vonJülich, Adolfund Heinrich von Berg, Gottfried von Sahn, Ottovon Nassau, Engelbert von der Mark mit seinem SohneEberhard, Gottfried und Ludwig von Arnsberg,Dietrich von Kleve, Heinrich und Johann von Spon-heim, Heinrich von Kessel, Wilhelm von Salm,Heinrich von Virneburg, Friedrich von Rietberg,Otto von Tecklenburg, Dietrich von Limburg; fernerdie Edelherren Dietrich von Heinsberg, Heinrich vonJsenberg nebst seinen Söhnen Gerlach und Ludwig,Berthold von Büren, Walram von Falkenburg,Rimbert von Virneburg, Otto von Waldeck, Simonvon Lippe, Otto von Wickervde, Friedrich und Hein-rich von Reiferscheid.

Freilich wurde dieser Bund dem Erzbischof Siegfried,welcher seinerseits ferner den Bischof Konrad von Osna-brück und den Abt Heinrich von Korvei als Bundesge-nossen gewann,'") nicht so gefährlich, wie nach der großen Zahl

") Urk. bei Lacomblct II. 639.

") Urkunde bei Lacomblct II. 760. Seibertz (Bd. 1.1, 183) gibt irr-thümlich das Datum: 6. April 1276 an. Ueber die von ihm gegendie Annahme des Jahres 1277 erhobenen Bedenken vgl. (in Betreff desTodestages der Grafen von Jitlich) Lac., II. S. 415 Anm. und (inBetreff des Friedensschlusses von Neheim) Tobien, Denkwürdigkeitenaus der Vergangenheit Westfalens, U. 52, Anm. 219 und S. 53, Anm. 225.") Mit dem Bischof von Osnabrück Verbündete sich der Erzbischof am21. Oktober 1277 gegen die Grafen von Jülich, von der Mark undvon Arnsberg. Urkunde bei Seibertz, Quellen der westfäl. Gesch.I. 479 f.; von Lac. irrthümlich in das Jahr 1275 geseht, obwohl Lac.das in der Urkunde angegebene Datum richtig abdruckt Lac. II. 681).— Der Abt von Korvei versprach am 17. Novbr. 1277 dem Erz-bischofc Hilse gegen seine Feinde zwischen Weser und Rhein, mit Aus-nahme des Bisthnms Paderborn und den Edelherren von Lippe.Urk. bei Lac. II. 768.

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