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1,3,4,1 (1875) Geschichte des Landes und seiner Zustaende. Th. 4, 1. Haelfte. (Schluss der Landesgeschichte, von 1272 [1275] bis 1508) / nach d. Verf. Tode fortges. von W. Tobien
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Herrn Ritter versichert war, daß vvn andern Stellen, auswelche ich sogleich hinwies, ihm eine entschieden ablehnendeAntwort geworden sei. So entschloß ich mich, eine Arbeitzu übernehmen, welche freilich kaum jemand unter den jetztLebenden in derselben Weise durchzuführen im Stande seinwürde, wie Seibertz, falls ihm ein längeres Leben beschie-den blieb, dieselbe durchgeführt hätte.

Ehe ich nun dazu übergehe, die von mir befolgten Grund-sätze darzulegen, muß ich zunächst bemerken, daß ich fürmeine Arbeit durchaus keinerlei Hilfsmittel undVorarbeiten ans dem handschriftlichen Nachlaßvon Seibertz benutzt habe. Derartige Vorarbeiten fürdie Fortsetzung und Bollendung der „Landes- und Rechtsge-schichte" sind überhaupt, so weit meine mit Hilfe des HerrnRitter angestellten Nachforschungen ergeben haben, nur inäußerst geringem Umfang vorgefunden worden. Wasmir vvn solchen Kollektaneen durch die Güte des Herrn Dr.Brieden in Arnsberg vorgelegt wurde, erschien nur als nichtgeeignet, meine Arbeit wesentlich zu unterstützen, — und sohabe ich es vorgezogen, geradezu auf jede Benutzungjener kleinen Sammlung von einzelnen Notizen,Kopien u. dgl. zn verzichten.

Auch eine, auf den Rath der Herren Ritter und Dr. Brie-den und eines Sohnes des verstorbenen Seibertz an den HerrnGhmnasialdirektor Dr. Tücking in Neuß gerichtete Anfrageüber etwaige Vorarbeiten aus dem handschriftlichen Nachlaßlieferte kein befriedigendes Resultat. —

Ich wende mich nun zur Darlegung meines Planes.

Was den Zeitpunkt betrifft, bis zu welchem ich dieLandesgcschichte fortgeführt habe, so schien sich die Wahl desJahres 1508 aus verschiedenen Gründen zu rechtfertigen. Abgesehenvon einer Aeußerung des vorhin erwähnten Sohnes von Sei-bertz, nach welcher derselbe die Geschichte mit dem Beginn derreligiösen Streitigkeiten im Anfang des 16. Jahrhunderts ab-schließen wollte, sind folgende Betrachtungen für mich maß-gebend gewesen.