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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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II. Der Burg Niedergang und Zerfall unter Kurmainz

und Nassau.

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AN darf sagen, dass die alte Burg Kronberg während des 18.und 19. Jahrhunderts sich hauptsächlich durch die, soeben ge-schilderten Religionsstreitigkeiten der fiskalischen zerstörungs-lustigen Anläufe ihrer verschiedenen Herren: erwehrt und sich bis aufbessere Zeiten still zerbröckelnd hingeschleppt hat. Sie bildete den festenPunkt der kronberger Katholiken, die dort von Rechtswegen Kirche undSchule hielten. Beide bedurften Räumlichkeiten und es fand sich endlichimmer irgend ein Fiskus: Kurmainz, dann Nassau, endlich Preussen, derzur Erfüllung dieser Unterhaltungspflicht das Allernotdürftigste hergab.Nebenbei wurde der nördliche Schlossflügel, oberhalb der Schulräume,als Schüttboden für die herrschaftlichen Korngefälle benutzt, währendder westliche, das alte Kronenstammhaus, dem drohenden Zusammen-sturze anheimgestellt blieb. Dieser lange Zeitraum ist zudem, auf BurgKronberg und auch in der Stadt, so ereignisslos und traumhaft verlaufen,dass sich nur sehr geringe und vereinzelte Nachrichten darüber erhaltenhaben. Denn die Quellen, wo solche hauptsächlich und reichlich zuschöpfen gewesen wären, sind für immer verschüttet, als im Jahre 1792eine Feuersbrunst das städtische Rathaus auf dem Tanzplatze und inihm alle dort aufgespeicherten Archivschätze vernichtete. Bald daraufwurde der kronbergische Anteil der Registratur des damaligen kur-mainzischen Amtes Königstein, 1796, mit dieser kleinen Festung von der