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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Der Sauerbrunnen bei Kronthal den Evangelischen gesperrt.

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10. Oktober 1738 war die Zimmerarbeit beendet und der Strauss auf-gesteckt. Die Vorgeladenen unterschrieben aus Furcht vor der Straf-einquartierung, das Protokoll laut dem sie gegen den Kirchenbaunichtseinzuwenden hätten."

Unmittelbar darauf aber entwichen sie, ihrer 120, unter Führungdes tapferen Strumpfwirkers Nicolai nach Steinbach, dem benachbartenhessisch-hanauischen Dorfe. Dort zogen sie, protestirend, ihre Unter-schrift vor dem frankfurter Advokaten Schuchmann zurück. Das Protokollsei auf dem Schlosse gefälscht und nicht vorgelesen worden. Sie seienoben nur gefragt: ob sie was gegen ihren gnädigen Kurfürsten hätten?Darauf hätten sie: nein! gesagt und unterschrieben. Als man dem Amt-mann Reigersberg die Versprechungen bei der Besitzergreifung vorge-halten, habe er gesagt:Kein Graf oder Edelmann halte solche: nochviel weniger könne man das von einem Kurfürsten fordern". Ihr Ober-schultheiss aber, Herr Isidor Bauer seiein tyrannischer Höllenhund."In die Häuser der Entwichenen wurde 37 Tage lang militärische Exe-kution gelegt; die Evangelischen durften nicht vor das Thor und sichihren üblichen Haustrunk, dasSauerwasser" (aus der städtischenWilhelmsquelle" in Kronthal) holen.

ImNew Wasserschatz von Tabernae montanus gedruckt inFrankfurt/main 1593" lesen wir: Von dem Kronenburger Sawerbrunnenund von seiner Kraft und Wirkung:

Bey dem herrlichen Berghauss Königstein auff dem fünffhundertSchritt darvon, allernechst unden an dem Stättlein Kronenburg ent-springet auch ein heylsamer Sawerbrunnen in einer Wiesen oder Matten,der wirf von dem Landvolk daselbst herumb von dem gemelten Stättleinder Kronenburger Sawerbrunnen genandt, und wird auch zum gemeinenTranck von den Armen gebraucht, dann was ein wenig etwas Vermögensist, das trinkt lieber Wein, der sehr gut und in grosser Mennig daselbstherumb wächset, also dass man dess Sawerbrunnens wenig achtet.

Es führet dieser Brunnen sich oder in seiner Vermischunge dieSubtiliteten dess Saltz's, Eisens, Bergsaltz u. Schwefels. Under diessenbehelt das Eisen u. Saltz den Vorzug in gleichen Gehalt, darnach derSalniter und Schweffei auch in gleichen Gehalt. Am Geschmack ist ernit so lieblich, wie andere Sawerbrunnen, dann er dess Schwefifels zuvil hat. Es soll diesser Brunnen gebraucht werden, wie der Schwall-