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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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IV. Johann Nikolaus, 1633 bis 1704.Heute noch Kronberg und nimmermehr!

LS letzter Nottrieb am alten Stamme der Kron-berge und als Erbe aller Gesammtlehne undStammgüter blieb 1692 nur der, damals neunund fünfzigjährige, unverheiratete FreiherrJohann Nikolaus (141 K) auf Hohlenfelsübrig, der einzige Sohn Johann SchweikardsII(124 K) und der Maria Agnes von Roden-stein. Sein ausgebreiteter Besitz hattebegreiflicherweise längst die Beachtung und den Anteil gefunden, deneine so seltene Erbschaft verdient. Schon im Jahre 1663 waren die Frei-herrn von Walderdorff 7 zu Wien mit einer Expektanz auf die Reichslehnebegnadigt. Sie traten ihre Aussicht 1664, als zwei Söhne Krafts vor-verstorben waren und seine Gattin von ihm getrennt lebte, für baare8000 Gulden an Kurmainz ab. Damals hatte der Landgraf zu DarmstadtWind von der erzstiftischen Anwartschaft erhalten. Er wahrte deshalbdorthin feierlich sein Oeffnungsrecht in Kronberg aus dem Vertragevon 1541. Der kurmainzische Oberamtmann zu Königstein berichtet,1693, darüber:

Johann Nicolaus von Cronberg wird das Schreiben vermuthlichdem Landgrafen an Hand gegeben haben, um den Ort dem von Darm-stadt in die Hände zu spielen, hauptsächlich aus unzeitigem Eifer fürdie Religion und deswegen Aversion gegen das Stift Mainz. JohannNicolaus hält sich selten zu Cronberg auf; die Bürgerschaft und Be-diente dort sind sehr animos gegen die dort befindlichen Katholische.