Aermliches Ende der Wittwe und der natürlichen Kinder.
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des Nachlasses" eingesetzt. Diese verkaufte in grossem Maassstabeallodiale Grundstücke: 480 Morgen Feld vor Eschborn; 270 MorgenWald vor Oberhöchstadt; einen schönen, vom Kurfürst Schweikard er-worbenen Hof zu Geisenheim. In Cronberg wurden folgende Immo-bilien veräussert: 12 Morgen verdorbener Weinberg; Vk Viertel wüstePlacken; ein Kastanienstück nebst 2 Morgen schlechten Weinberg; einalter zerfallener Stall, 11 Morgen schlechte Aecker, 9 Morgen verdorbeneWiesen, das dach- und baulose Haus, der Rodehof genannt; der Unter-hof zu Cronberg. Poritsch in Böhmen, 100,000 Thaler wert; Flör-chingen in Luxemburg; über 12,000 Dukaten Silbergeschirr kamen andie Schwester.
Von Krafts natürlichen Kindern heiratete die älteste legitimirteTochter einen Herrn von Gillern. Zur Allodialerbschaft wurde sie vomReichshofrate nicht zugelassen. Sie und ihre Schwester Franziskalebten noch 1728 in tiefster Armut zu Frankfurt.
Der, nicht anerkannte, Sohn „Adolfus junior" trat, unter demNamen: von Cronenberg, in kaiserliche Dienste. Er starb, 1738, alsKommandant von Orsowa, unter dem Feldmarschall Graffen Seckendorff,im Gefängnisse zu Belgrad — wegen Kapitulation der Festung — undwurde „so der undankbaren Niedertracht des Wiener Hofkriegsrathsentzogen."
Soviel wissen wir von des Grafen Kraft unwürdigem Leben undelendem Ausgange.