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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Kampf um Geroldseck, lebenslänglich.

Hohengeroldseck Vormünder die Gelegenheit zur Entsetzung der Allo-dialerbin, deren verstorbener Gatte, Graf Friedrich Solms, schwedischerGeneral gewesen war:

In dem September des Jahres 1635 aber schlugen auf einmahlalle Wetter über dieser in dem betrübtesten Wittwenstande lebendenund auf allen Seiten verlassenen Erbtochter zusammen. Zu der Zeit,als der General Gallas ein starckes Kriegsvolk nacher Burgund führteund mit demselben drei Tage lang bei der Stadt Lahr stehen bliebe,brachte der Graf von Cronberg .... es dahin, dass die OesterreichischeRegierung zu Breisach den Schluss fassete, ihn in solche Lehne (Hohen-geroldseckische) einzusetzen. Dasselbe wurde der Frau Wittib denAbend vorher bekant gemacht, als es den Morgen darauf geschehensolte. Sie hatte also nicht die allermindeste Zeit sich zu fassen, sondernmuste alle Augenblicke anwenden um ihre Person . . . nach Strassburgin Sicherheit zu setzen; .... nicht nur die Lehne wurden ihr entrissen

sondern auch alle und jede Allodien Das wäre hart, aber zu

damahligen Zeiten gegen die verlassene Wittib eines General, der unterden schwedischen Völkern gedienet hatte, eben nicht unerhört." . .

Die Erbin Wittwe Solms blieb nicht lange hülflos:Die Thränen,welche durch dieses Verfahren des Cronbergkschen Vormundes derWittib ausgepresset wurden, waren nebst aller der Mühe, so sie sich zuihrer Rettunge gäbe, in solang fruchtlos, bis sie, 1644 durch die ander-weite Heurath mit Marggrav Friedrich dem V zu Baden (Durlach) einenmehreren Schutz bekäme." Sie starb am 25. Mai 1649 und hatteihren Gemal zum Erben eingesetzt. Dieser erwirkte im WestphälischenFrieden einen § De Baronatu Hohengeroldseck:dass man die Sachebinnen zweien Jahren" untersuchen sollte, und man alsdann die FrauMarggrävin ihr Recht darthäte, alsdann die Allodien mit allen Ab-nutzungen, nebst der Ersetzunge aller Kosten und Schäden, derselbeneingeraumet werden sollten."

DerMarggrav Friedrich hatte selbst bei denen Friedenshandlungendie Urkunden übergeben, welche die Allodien sofort ausfindig machen."Damit war also der Klaganspruch liquide; dennoch dauerte der Streitbis zu Kraft Kronbergs Tode 1692 und vererbte auf seine Lehnsnach-folger: die Freiherren von der Leyen. Man hatte nämlich in Osna-brück vergessen: dencompetirenden judex" das Gericht zu bestimmen,