Concubina cum tribus prolibus in arce Poricense, 1670.
Weshalb die Gattin nicht zurückkehrte, ergiebt folgendes Akten-stück aus dem erzbischöflichen Archive zu Prag, vom 27. Januar 1670.„Relatio e cancellario archiepiscopali de comite de Kronenburg, qui in
arce Poricensi concubinam adul-teram cum tribus prolibus fove-at, commonefactus saepius ut, obscandalum enorme tali latae vici-nitati, personam amoveret. Pro-
mittit, sed non stat promissis."— Im Jahre 1686 treten alsdann„Adolfus junior de Cronberg unddie virgines Eleonora und Franziskade Cronberg" in der „Matrik" derPfarrkirche für Kronporitschen öf-ters, im Jahre 1688 sechsmal, alsTaufpathen auf. Nur die ältesteTochter erkannte Kraft an, legi-timirte sie und verschrieb derMutter 12,000 Gulden. ImJahre 1686 starb Krafts Gat-tin in der Trennung; folgen-denjahres heiratete der 57jäh-rige Wittwer die 26 jährigeGräfin Charlotta Eleonora vonSayn und Wittgenstein.
Kraft Adolf Otto verbrachtesein Leben in Güterverkauf,Streitigkeiten und Prozessenmit aller Welt. Der Krieg mitden Vettern Hartmut XVIII(133 K) und Johann Daniel II(134 K) „die sich vor die regierende Junker zu Cronberg Eschbornund Nörings titulirt," beginnt bereits 1654.
Sein Vater hatte ihm zugleich mit dem grossen Besitze eine be-trächtliche Belastung desselben hinterlassen. Krafts Vormundschaft hattedie Erbschaft nur cum beneficio angetreten; dennoch klagt der Sohn
Kronbergerhof, Mainz, Gymnasiumsstrasse.