564 Adam Philipp f 3. August im Augustinerkloster, Regensburg.
Ordinis Fr. Eremitarum S» Augustini in Regenspurg ad Sm SalvatoremPriorn": dass er „nichts überall an Ihro Excell. Herrn Graffen vonCronenberg zu fordern, sondern von der Compag.: 315 Rchtr. und inRegenspurg die letztere 195 Rchtr. erhalten." — Zu jener Stunde warAdam Philipps Ende bereits ganz nahe; denn schon am 5. August 1634richtet der Oberstlieutenant Adam Heinrich Keller von Schieitheim,aus Wolnzach bei Pfaffenhoven an den Kurfürsten Maximilian I einGesuch um Beförderung zum Obersten des Cronbergschen Kürassier-Regimentes: „Demnach der Allmechtige Gott nach seinem AlhveissenRath den hochwolgeborenen Graven und Herrn, Herrn Adam PhilippGraven zu Cronnenburg verschienenen Freitag (Donnerstag) den 3 huiusAbentsz 6 Uhrn in Regenspurg .... zu dem Ewigen Freuden abge-fordert hat." . . . Keller, der das Regiment während Adam Philippshöherer Kommandos geführt hatte erhielt 6 Kompagnien Kürassiere, diespäterhin als das Gayling'sche Regiment erscheinen werden. Nochfrüher, schon am 4. August, hatte sich der Oberst Billche beworben;ihm wurden 4 Kompagnien Kürassiere zuteil. Der Oberst Pinder er-hielt die 4 erledigten Compagnien Arkebusiere; der Oberst (?) dasCronbergsche Dragoner-Regiment. Danach bestand Adam Philipps ge-sammter Haufen aus: 1. dem Kürassierregimente zu 10 KompagnienReiter und 4 Arkebusiere, 2. dem Dragonerregimente, dessen Stärkenicht festzustellen ist.
Am 10. August berichtet der Römische König (Ferdinand III) ausStraubing an Ihre kays. May. (Ferdinand II): dass dem Silvio Piccolo-mini das vacierende (kaiserliche) Cronbergsche halbe Regiment werdeconferirt werden, mit beigefügter Anfrage: ob der andere halbe Theyldem Grafen Reymundt Piccolomini, oder dem Regiments-ObristlieutenantAbraham von Schönigl verliehen werden solle?"
Gleichzeitig hatte sich auch der Cronbergsche Rittmeister PhilippSpett (Späth von Zwiefalten) „anstatt des jungen Grafen von Cronbergwegen Conferierung seines Vaters (kaiserlichen) Regiments" beworben.Silvio Piccolomini und Schönigl erhielten je das halbe Regiment.
Ersterer blieb am 6. September 1634 bei Nördlingen, und seineHälfte wurde dem Obristlieutenant Crafft vom Gonzaga Regimente con-ferieret. Damit verschwinden die altberühmten „unüberwindlichen"Kronberger aus der bayerischen Armada. Damals hatten sie nicht mehr