Adam Philipp erkrankt vor Regensburg an der Pest, Ende Juli 1634. 563
Weimars Stellung. Kronberg sollte dort den unfähigen Grafen Strozziablösen. Er war eifrig bemüht, seine eigene Truppe zu verstärken, undbat deshalb, aus Kalkhofen (bei Vilshofen), am 20. Mai: noch zweiKompagnien Arkebusiere, zu seinen drei, aufrichten und darüber „alsabsonderliches Regiment" seinen Vetter, den Rittmeister Hans PhilippKronberg setzen zu dürfen. Nachdem er aus Wipach (?) am 4. Junifür 540 neue „ganze Kürassiere": 6720 Rth. liquidirt hat, wiederholt erdie Bitte wegen der Arquebusiere für den Vetter, aus dem „Veldt Lägervor Regenspurg." Er will „zwei schöne starke Regimenter machen."Unterm 17. Juni wird der Anschlag vom Kurfürsten genehmigt; erkam indessen nicht mehr zur Ausführung, denn Adam Philipps Uhrwar unversehens abgelaufen. Regensburg wurde am 28. Juli 1634von den Kaiserlichen durch Akkord gewonnen. In ihrem Lagerwütheten die „Pest und rothe Ruhr." Adam Philipp, schwer er-krankt, hatte schleunigst in der Stadt, im Augustinerkloster, Aufnahmegefunden.
Das Hauptquartier der vereinigten und kaiserlichen Armada, unterKönig Ferdinand lag in Straubing. In dem dort geführten Verzeichnisseüber Einläufe und deren Expedition heisst es unterm 3. August 1634:„Der Obrist Graf von Cronberg rekommandirt bey seiner sehr an-wachsenden Leibesschwachheit, nach vermutlichen erfolgenden Absterben,sein Weib und seine Kinder, in specie seinen Sohn, zur gnädigsterVerleihung des vorhin bei Lebzeiten untergehabten kaiserlichen Re-giments. Item zu Erlangung deren vertrösten 12,000 Duggaten undRichtigstellung des Hauses zu Prag" (aus dem Nachlasse der wallen-steinschen Hochverräter). Das Gesuch für den etwa sechsjährigenSohn stützte sich wohl auf die Verwendungen, die Adam Philipp ge-macht hatte, um das ihm ganz kürzlich verliehene Regiment Monte-cuculi zu kompletiren.
An demselben Tage, Donnerstag 3. August, hat Adam Philipp zuRegensburg, in dem liebevollen Bestreben: sein Haus für Frau undKinder bestens zu bestellen, da er „sich etwas schwach und bettlägerigbefunden, also umb Lebens und Sterbens willen, etlicher Schulden wegeneine Gewissheit verlanget." Am 14. März 1634 hatte er von „HerrnNicola von Cronenberg, Ihr Excell. gewessener Obrister Leuthenant"510 Reichsthaler geliehen gehabt. Letzterer bekennt „vor mir Fr. Nebridio,