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Kronbergs letzter Brief an seine Frau, 31. Oktober 1633.
Von hier schrieb, am 31. Oktober, Adam Philipp an seine Frau,die sich auf der Besitzung Flörchingen und in Diedenhofen aufhielt,einen Brief der ihn uns, zum letzten Male, von seiner menschlich-liebenswürdigen Seite, als zärtlichen Gatten und Vater zeigt:
Allerlibster schätz! Heitt umb mittag ist Regesburger (Offizier desRegimentes) alhir glücklich ahngelangt; es hatt mich wohl von Hertzenerfreyet, von ihm zue vernehmen eiwer unnd mein libsten Kindergesuntheitt; iber alles aber in dem er mihr die libste Contrefeitt ge-bracht; ich habe sie alsoo balt ahngeschlagen unnd kan sie nicht ge-nugsam ahnsehen; gott der almechtige erhalte mutter unnd Kinderlang unnd helfe mihr mitt freiden zuesammen. Mein contrefeitt wolteich gehren schicken, habe aber kein gutten mahler; soo balt ich einenkrige sollet ihr es haben; ich bin aber noch der alte schwartze unndnichts verendert. Allerlibster schätz, ich wil eich auf eiwern brif nichtantworten, den der curir zue vil eilet; inerhalb wenig tagen aber schickeich eich gewis des Friderichs Bruder, durch welchen ich alles sagenunnd schreiben wil; schlisse himitt, danke eich nochmahls zue dausent-mahl wegen der contrefeitt, kuse eich zue viel hhh dddmahl in meinengedanken unnd befile aich unnd die libste Kinder in schütz gott, michin dero gedachtnus unnd stirb Ejwer leibeigener Sclaf
Sultz, den 31 Octobris 1633. Cronbergk.
Leider sind Adam Philipps zahlreiche Portraits, die noch um1700 in den Inventarien aufgeführt stehen, sämmtlich verschollen. Wohlaber ist im öttingenschen Schlosse Baldern das hieneben vorgeführteMaria Sidonias, allerdings als ältere Frau, aufgefunden. Von ihrenBriefen ist nichts mehr in den Archiven erhalten.
Die aus dem Elsass langsam nach Oberbayern zurückgeschleppteligistisch-spanische Armada befand sich während des Winters 1633/34im elendesten Zustande, das spanische Corpus nahe der Auflösung.„Wie die armada aus'm Elsasz zu Freyburg über'n Schwarzwald ge-zogen und selbige nacht eine grosze kelten eingefallen, hat sich die ca-vagleria in selbigem gebirg sehr verderbt, die eisen abgeritten und . . .kein mittel gewesen . . . sich ichts was zu erholen; hierüber habensich selbige obristen lamentirt und sehr geclagt . . was auch für grosseNot an gelt, proviant und quartieren under dem volk sei; und vorder