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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Adam Philipp an den Kurfürst wegen der rückständigen Gage. Treffen bei Sulz. 555

schaffen müssen. Daher seine klägliche Bitte an den Kurfürsten, ausKälheim (Kelheim a. d. Donau) vom 2. September 1633:

Er hat seit einem Jahr keine gagi bekommen. „Alldieweil aberseither der feindt all dass meinige ruinirt, abgenommen und in grundtverderbt," .... so kann „ich nicht länger patientz zur zurbussen . . .erweisen .... woher geschweigenss meine in dem Ehelendt betrübteWeib undt Kindern die unentbährliche Nahrungk und Underhalt bey zuschaffen. So ist bekanntlich, wie ahrmsehlichlich jetz eine lange Zeittin die öheden quartieren gelegen und immerdar mir von dem Meinigenmüssen spendiren das wenigste so mir von Nöthen gewesen; hab ichdoch alles doppel und vierfach geldt bezahlen müssen."

„Wie denn die vorlengeste deputirte monatliche gagi schon einenHerren gehabt ehe ichs empfangen, wo doch ich weder dieses Monatsoldtnoch andere gägi in zwey Jahren gantz nicht empfangen. Mir woherauch unmöglich gewessen, so langk patientz zu habe, da (wenn) Ichnit anders wert (anderwärts) geldt uff Credit entnohmmenn (hätte)

gentzlicher Hoffnungk: es solte doch einmahls besser werden

Durch hierobiger angedeute Motivi die Mittell langer zu lebenn,gentzlich entnommen unndt abgeschnitten sein." . . . Ob und was darauferfolgte? ergeben die Akten nicht.

Gegen den Herbst, rückte eine, in Italien gebildete spanischeHülfsarmada über Clausen (den Brenner) und Füssen in Südbayern ein.Aidlingen erhielt Befehl: sich mit dem Herzoge von Feria in Ober-schwaben zu vereinigen, dann Breisach zu entsetzen und das Oberelsassvom Feinde zu säubern. Am 16. Oktober gingen sie bei Faufenburgauf das linke Rheinufer. Am 30. Oktober stand Aldringen und Feriaim Oberelsass bei Sulz den Schweden unter Horn und dem Rhein-grafen Otto Ludwig gegenüber. Am 27. hatte der General-WachtmeisterKronberg ein lebhaftes Vorpostengefecht bei Gebweiler gehabt; dannbeobachteten sich die Armadas zwei Tage lang in ihren Wagenburgen„nicht weither als man mit einer canonada reichen kann, und vermeintworden: das es volgenden morgen, 29. disz. zu einem haubttreffenkommen wurde; . . bey angehendem tag mit den Stuckhen angefangen,auff einander zu spihlen . . . und einander angesehen, darüber beeder-seits etliche Pferdt und Soldaten zu Boden gangen." . . . Dann zogsich der Feind nach Colmar zurück ohne verfolgt zu werden.