Kronberg-Kürassiere, die „Unüberwindlichen."
ON des Erzbischofs drei Brüdern hinter-liess nur der jüngste: (Johann) Georg II(120 K) aus seiner Ehe mit Anna Dal-berg einen einzigen männlichen Nach-kommen: Adam Philipp (130 K). Aufdiesen Neffen häufte der sorgliche OheimKurfürst den reichen weltlichen Familien-segen an Ehren und Gütern, den er für sein Ge-schlecht zusammen zu tragen vermochte. Adam Philipp kannkaum früher als kurz vor 1600 geboren sein, denn am 27. August1620 stand er noch unter Vormundschaft. Zuerst lernten wir ihn alsetwa zwölfjährigen Knaben kennen im Gefolge seines durchlauchtigenOheims als dieser 1611 auf dem Tanzhause zu Kronberg feierlich dieBurgfrieden beschwor. Bei der Krönung des Kaisers Matthias, im Mai1612, war Adam Philipp noch zu jung um unter den 19 je mit 2 Pferdenaufziehenden Hoff Junckern mitzuwirken, er fungirte als Chorknabe undwar, nebst Praeceptor, noch nicht beritten.
Schon 1618, am 25. April, ward des Kurfürsten noch minder-jähriger Brudersohn und Erbe in den Reichsfreiherrnstand „von undzu Cronberg" erhoben; sein uraltes Wappen erlitt dabei eine sogenannte„Verbesserung" durch das Helmkleinod des 1617 erloschenen Flügel-stamms um den kaiserlichen Adler. Dieser höheren Würde wurdendann, am 13. Januar 1623, die gesammten Herren Vettern teilhaftig.