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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Schlacht bei Höchst, 20. Juni 1620.

Am 19. gingen sie, mit 20,000 Mann Fussvolk, 6000 Reitern und 18 Stückenbei Rödelheim über das rechte Niddaufer. Schloss Rödelheim erhieltacht wirksame Schüsse aus grossen Stücken; darauf kapitulirte die braun-schweigische Besatzung. Die Armada lagerte südlich von Eschborn.Der junge ligiste Kürassirer-Rittmeister Adam Philipp Kronberg standdort an den rauchenden Trümmern seines ältesten Stammsitzes. Christianhielt das, vor seinem Zentrum gelegene Sossenheim stark besetzt; erhatte so gut wie kein grobes Geschütz. Tilly beherrschte die Gegend;

Flucht der Braunschweiger durch Höchst. Aus Theatrum Europaeum.

er schnitt den Feind von seiner natürlichen Rückzugslinie nach Nordenab und keilte ihn in das Dreieck zwischen Main und Nidda ein. DemBraunschweiger hatten derartige strategische und taktische Erwägungenferngestanden; der schneidige Haudegen hielt, in falschem Ehrgeize, einkluges Ausweichen für schmachvoll. Er behandelte die Lage wie einenZweikampf. Gegen den Rat seiner Obristen nahm er die Schlacht an.Am 20. Juni drehete sich das wütende Ringen wesentlich um den Besitzdes mit fünf Werken verstärkten Dorfes Sossenheim. Drei Stunden langschwankte der Sieg, dann erstürmte Tilly die Verschanzungen vor derfeindlichen Aufstellung. Nun begann ohne weiteres das zweite Treffender Braunschweiger den fluchtartigen Rückzug. Die Reiterei folgte demHeergeräthe durch Höchst, über die Brücke und durch die Furten, aufdas linke Mainufer. Als das erste Treffen sich verlassen sah, entstandauch hier ein kopfloses Drängen in wirrem Knäuel auf den schmalen