486 Schweikards Hexenprozessrecht.
bringen, dass er den inquirirenden Beamten genau die Fragstücke undJenes vorzeichnete, was auf den Leugnungsfall ohne weiters mit denVerdächtigen vorzunehmen seye (die Folter). Die Beylage enthielt sogareinen genauen Unterricht für die Peiniger . welcher Nachrichters Kate-chism auch vielen auswärtigen, darum ansuchenden Städten und Lands-
Mainz vom Rhein aus; obere Hälfte. Schweikardsburg (8).
Obrigkeiten von Mainz aus mitgetheilt wurde und grossen Beifall fand . . .;ohne Schauder liesst sie die Menschheit unserer Mitzeit nicht mehr undfindet es unbegreiflich, wie schnöde der göttliche Funke Vernunft daraushabe verbannt werden können."
Im Laufe des Jahres 1621 begann das grosse Werk: den gestürztenPfalzgrafen auch seines Erblandes zu berauben und dann den Prote-stantismus im Reiche mit den Wurzeln auszurotten. Ernst von Mans-feld und der junge Herzog Christian von Braunschweig, Administratordes säkularisirten Bistums Halberstadt, behaupteten mit dem Markgrafen