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Hartmuts Leichenrede, 1591. Plünderung in Oppenheim, 1552.
„Kurz vor seinem Abschied hat er frey, rundt und öffentlich be-kennet, dass kein Heyl sei im Himmel und auf Erden, dann allein indem Namen Jesu, welches Leibes Aufopferung, und Vertretung seines(durch sein) Blutes sei die Genugthuung für der ganzen Welt Sünde. .„Hat sich in der todes Noht mit andächtiger Niessung und Empfahungdes wahren Leibes und Bluts Jesu Christi befestigt. Er hat sich be-flissen, dass in diesem Städtlein Cronebergk Gottes Krafft durch seinheiliges reines Wort hochwürdige Sacramenten und treue, reine Lehrerdes heiligen Evangelii unverfelscht möchte menniglichen geoffenbartwerden." — So bezeugt der protestantische Pfarrer.
Ueber Hartmuts Jugendleben und seine spätere Thätigkeit alserster Hof- und Staatsbeamter von Kurmainz hat sich folgendes er-
halten: Seine Heirat mit Barbara von Sickingen, Fran-
jsberg im Elsass am 16. Fe-ist bereits früher erwähnt.Er war damals frankfurterAmtmann zu Bonames, balddarauf fürstlich zweibrück-ischer Amtmann zu Mei-senheim. Als im Jahre 1545die Rheingauer dem neuenErzbischofe Sebastian vonHeussenstamm huldigen,finden wir Hartmut in dessen Gefolge. Sehr bös muss es ihm und denSeinen während des Krieges von 1552 ergangen sein: Er hatte sich, imVertrauen auf das geheime Bündnis des Pfalzgrafen Otto Heinrich mitFrankreich, nebst Frau und Kindern in das Nuwe Kloster zu Oppenheimgeflüchtet, da Albrecht Achilles von Brandenburg Kronberg und die um-liegenden Ortschaften verwüstete. Aber der Graf Christoph von Olden-burg überrumpelte und plünderte die Stadt, . . . „es ist alles geraubet undausgebeutet worden; es seind auch viel von adel mit ihrn weib undkindern sampt ihren gütern da betreten worden, unter welchen Hartmannvon Cronberg allein über 5000 gülden werth genommen und darzugefangen worden; und haben die kriegsleut seiner hausfrauen (Barbara)den busen aufgezerret und ein Ketten und Kleinod, so sie getragen,vom hals gerissen, die ring von den fingern abgezogen, auch ihren