Philipps VIII stirbt in Trier, 1553. Hartmut XIII, vor 1517-1591. 443
Hälfte seines Heeres durch Krankheiten eingebüsst, zog er gen Dieden-hofen ab. Ein Ausfall der Franzosen verwandelte den Rückzug inschimpfliche Flucht. Zu den Kranken gehörte der Rittmeister PhilippsKronberg. Er wurde nach Trier zurückgeschafft; dort starb er 1553.Seine Grabstätte ist nicht aufgefunden.
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Aus Hartmuts XIII Lebenslauf und Ende.
Er war, als zweiter Sohn Hartmuts XII, geboren vor 1517. Eingünstiger Zufall hat seine Leichenrede aufbewahrt: des „kurfürstlich erz-bischöflich Maynz Erbschenk, Landthoffmeister, geheimer Rath, Amt-mann zu Höchst und Hoffheim; starb am 3. Mai 1591 auf dem Schlossezu Cronbergk; — gehalten in der Schlosskirche zu Cronbergk am 9. Juni1591, durch Wolffgang Mertzen (Martius) jetziger Zeit Pfarrherr zuCronbergk."
Sie erbringt den unwiderleglichen Beweis: dass Hartmut XIII alsProtestant gestorben ist, während an verschiedenen Stellen berichtetwird: dass schon Hartmuts XII Kinder dem Glauben ihres Vaters wiederuntreu geworden seien. Der Wechsel trat erst bei einem Teile der Enkel,bei Hartmuts XIII Söhnen, ein. Dasselbe erweist der später mit-zuteilende kaiserliche Erlass an den Erzbischof Johann Schweikard,vom 2. April 1626. Das Druckstück ist dedizirt den vier Söhnen:
1. dem Domscholaster zu Mainz, Johann Schweikard I (119 K),
2. dem Amtmann in Höchst und Hofheim, Franzisco (117 K) natumaximo, seinem Collator;
3. Hartmut dem jüngeren, XIV (118 K), Amtmann zu Rieneck und Lohr;
4. (Johann) Georg II (120 K) dem jüngsten.
„Der Pfarrer Martius war 1590 in Reiffenberg mit Frau und Kindernabgebrannt, also ein protestantischer Geistlicher; von dort war er nachKronberg berufen. Er erzählt: „Sein Vater (Hartmut XII) bekehrte sichzum reinen Wort und verharrte darin bis an sein End; hat auch seinen
Sohn in allen christlichen Tugenden erziehen lassen "
Der Pfarrer lobt ausdrücklich Hartmuts XIII „wahre Gottesfurchtund christlichen Wandel," . . . „dass er das »reine göttliche Wort« und»unverfälschte« hochwürdige Sacramente unter den Unterthanen ei halten.