Reichsburg Friedberg. Burggraf Johann Eberhard 1577—1617.
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Der Ursprung der Reichsburg Friedberg liegt im Dunkel. Zweifellossteht sie auf römischem Unterbau. Ihre älteste urkundliche Erwähnungist vom 26. Oktober 1217, als Kaiser Friedrich II aus Lipitzk (Leipzig)dem Burggrafen und den Burgmannen zu Friedberg einen Erlass sendet.Aus dem Ende des 13. Jahrhunderts weiss man von vielfachen Streitig-
keiten zwischen der Burg und der darunter liegenden kleinen Reichs-stadt. Um 1455 musste letztere der Burg Eid und Huldigung thun.Der Burggraf war das Haupt der Ganerbschaft, der Burgbesatzung.Sein alter Diensttitel war: „burggrave des heiligen Reichs; in Bürgeund statt Amptmann, als der Burgkman, der burger und bysese ordent-lich Richter." Ihm zur Seite stand das „Regiment" von zwölf Burg-mannen; zwei von ihnen waren „Baumeister;" die übrigen Ganerbenhiessen „gemeyne" Burgmannen, ihre Zahl wechselte. Zur Aufnahme warerforderlich: Abstammung oder Einheiraten, vier Ahnen die später biszu sechzehn hinauf verdoppelt wurden; hoher Adel war ausgeschlossen.Die Burg besass volle Landeshoheit. Der Burggraf hatte eine Dienst-wohnung: das Burggraviat; viele Familien der Burgmannen lebten dort ineigenen Häusern. Die Einnahme des Burggrafen bestand, alsjohann Eber-hard zu dieser Würde gelangte, nach einem Bestallungsbriefe von 1572:
I. baares Geld:
200 Gulden
2010401017
den frankfurter Währung.
, für Abhörung der Rentrechnung von Stadt und Burg., für Audienz der armen Unterthanen., Burggerichtsaudienzen.
, für 1 Tonne Häring.
für Winterröcke seines Dieners.
297 Gulden.