III. Tod, Beisetzung, Denkmal, Nachruf.
GEN dieser und anderer gerechter Beschwerden hatte Walter,rastlos thätig trotz seiner Gebrechlichkeit, auf den 3. Fe-bruar 1543 ein Grosskapitel in Speyer ausgeschrieben. Erselbst jedoch konnte es nicht mehr abhalten. Nach mehrmonatlichemKrankenbette starb er zu Mergentheim am 4. April 1543, wie es heisst:an der Pest. „Sein Leichenbegängnis fand am 30. April 1543 mit grossemfeierlichem Gepränge statt, zu welchem sich auch seine Verwandten:Hartmann XII (100 K) und Kaspar II (105 F) von Cronberg dahiereinfanden." In der Trapponei-Rechnung des Jahres 1543 heisst es:
„VI fl. IUI Pfund 3 pf hatt Hartman und Caspar von Cronbergmit 8 Pferden III Tag verthan für stallmiet schlaff und unterm tag trunk,auch morgen supp und essen, als sie hier uff mein gnäd. h. seligstengedächtnis uff den dreysigsten hier waren; dem wirth zum fuchsen zahltam Tage Erasmi (3 Juni)."
Ueber die Bewirtung der leidtragenden Gäste hat sich keine Nach-richt erhalten, jedoch dürfte sie einem gleichzeitigen Leichenschmausefür einen anderen hohen geistlichen Herrn wohl nicht nachgestandenhaben. Beim Leichenbegängnisse des Erzbischofs Richard von Trier,1531, wurde an den vier vornehmsten Tischen aufgetragen:
„Vorgebrats mit Rosinen Grünkraut mit Tauben Pastete —Kappaunes Grünfleisch Grüner Salm - Gänsebraten - ForellenOchsenzunge — kalte Pastete. Weins und Brods genug."