Walter erliegt seiner unmöglichen Aufgabe.
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schlösse zu Mergentheim," die der schwachen Ordenskasse mehr denn700 Gulden kostete. Karl verwies auf den nächsten Reichstag. Gleich-zeitig bedauerte er, in seiner zweisprachigen Weise, seinem BruderFerdinand gegenüber der für Albrecht eintrat: „Wollte Gott, es wärein unserer Macht, das Dekret (der Acht) ohne Gewalt oder Injurieganz aufzuheben, wie wir diess Euer Durchlaucht wegen gern thun
wollten." Aber er kön-ne es nicht, ohne sei-nen Eid auf die Reichs-verfassung zu verletzen!Auf dem Reichstage zuRegensburg (1541) ver-handelte man abermalsüber die „Suspension
der Acht." DerDeutsch-meister, selbst anwe-send, suchte mit allerleiGründen zu erweisen:dass diese ohne Verletz-ung der Rechte des Or-dens nicht zulässig sei.Jedoch man suspendirte
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wiederum auf ein Jahr und ernannte einstweilen Kommissare zur Ver-mittelung.
Unter diesen schweren Mühen und Sorgen war der 61jährige Waltervor der Zeit verbraucht worden, niedergebrochen durch die Sisyphus-
arbeit: ganz allein das inden Grundmauern wanken-de Haus zu stützen. DemLandkomtur von Sachsender um taugliche Ritter-brüder bat, die Aemter zuversehen, hatte er antwor-
ten müssen: es sei ein sol-cher Mangel an rechtschaf-fenen Personen, dass „mansich mit Besetzung derHausämter kaum zu flickenund zu helfen wisse." Indieser Not Hess er die Ver-
waltung mehr und mehr durch bezahlte weltliche Beamte führen. Derschon schwer leidende Deutschmeister hatte in diesem Jahre 1542 einenletzten tiefen Kummer. Er liess den Hauskomtur zu Nürnberg Philippvon Weingarten, durch drei Komture als Kommissare, seines Amtes ent-setzen; man sollte ihn „heimlich bestricken und als Gefangenen fort-führen." Dem aber widerstand der Rat, als einem Eingriffe in seineGerichtsbarkeit; er nahm sogar seinerseits die drei Komture gefangendie dann unverrichteter Sache wieder abziehen mussten. Es handeltesich um Reinigung des dortigen Deutschen Hauses von einer hübschenWeibsperson: „die silberne Schnur" genannt, die heiraten zu wollenWeingarten in Verdacht stand.