II. Deutschmeister, 16. Dezember 1526.
)ER hochbetagte kranke Deutschmeister fühlte sich der Notder Zeit nicht mehr gewachsen. „Dietrich von Cleen hat aufSonntag nach St. Lucien (15. Dezember) im Jahr 1526 einCapitel gen Mergentheim beschrieben. Den Erschienen wurde zu er-kennen gegeben „dass Seine fürstliche Gnaden den Ordensgeschäftennicht mehr nach Nothdurft nachhängen könnten; damit nun dem Ordenund dessen Obrigkeit kein Einbruch irgendwo geschehe, hätten dieselbensamt dero Gebietern nachgedacht und ihrethalben für gut Einen an-gesehen, der in Hoffnung zu Gott dem Allmächtigen, seines HerkommensStands Wesen und Tapferkeit halben, dem Orden ehrlich sorgfältigtreulich und nutzlich vorstehen möchte, hat auch denselben alsbaldbenamset . . . den Komtur von Frankfurt." . . . „Darauf ist Herr Walthervon Cronbergk einhelliglich angesehen und publicirt." Am 18. Januar1527 wurde er vom Kaiser Karl V zu Nürnberg als unabhängigerReichsfürst bestätigt. In demselben Jahre verlieh ihm ein kaiserlichesDekret, d. d. purgos in Kastilien 6. Dezember, die Würde und Stelleeines „Administrators des Hochmeisteramtes in Preussen." Als solcherwurde er zu Augsburg, am 26. Juli 1530, mit allen hochmeisterlichenRechten feierlich unter dem umständlichsten Reichspompe belehnt.
Von dreihundert Grafen, Herren, Rittern und anderen vom Adelauf Rossen und einer glänzenden Dienerschaft umschart, erschienWalter „in einem schönen Talar von weissem Damast mit weiten Aermeln;