Die Spruchbänder.
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berg;" sie starb am 2. Mai desselben Jahres und ist uns aus Abschnitt IV(Stadtkirche) bereits bekannt. Wir werden ihr in Abschnitt VII wiederbegegnen. Zu Barbaras Füssen die ältere Tochter „Margarethe vonCronberg" mit Puppe im Arm. Dazu das Wappen der Sickingen.
Unten in der Predella erscheinen noch zwei Gestalten: ein Greisund ein Narr.
In den Ecken des Bildes finden sich die eigenen und mütter-lichen Wappen der Schenkgeber: links Hartmuts XIII: Kronberg K,Kronberg F; rechts Barbaras: Sickingen, Handschuchsheim.Die grossen fliegenden Spruchbänder lauten:
1. über der Dreieinigkeit:
„Höret, höret die Stimm Euers Gottes und heren:
Wer mich forchtet liebet und tut ErenUnd sein Herz zu mein Gebot tut neigenDem will ich Genad und Güte erzeigen.
Auch ime mit Gnad und Glück beywonen,
Darzu mit meynem segen belonen.
Hinwider aber der menschen MiszetadtStraff ich in den vierten Gradt."
2. Der Vater Hartmut spricht, oben links, zu seinen Söhnen:
„Euch meine Kinder will ich lerenGott in forcht und lieb zueren,noch Seinen Gebotten fleyzig zu wandlenehrlich und uffricht alzeit zu handien.
Zu allem Guten Sein geflisen,
Das werdt ir in vill weg Geniessen.
Solche rat üb' euch zu guten treuen,
Es würt euch warlich nit gereuen.
3. Frau Anna wendet sich, oben rechts, an die Schwiegertöchter undEnkel:
„Ihr Kinder folgend eurem Vater gut,
Auch einiglichen zu leben euch befleisen tut
Bei rechter Zeit und zimlichem weg
Mit Rat zu sparen seit treg.
Gott thut alzeit anruffen und eren,
So wird er euch neu Segen meren."
4. In dem schönen ausdrucksvollen Greise unter den Söhnen dürfenwir Hartmuts getreuen alten Diener: Paulus Wysselen erkennen. Wir