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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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372 Philipps Zweifel an seinem Besitzrechte. Wiedereinleben der alten Herren.

war noch minderjährig. Sodann die der beiden widerspänstigen Vettern:Georg I (106 F) und Kaspar II (105 F); endlich die des Landgrafen Phi-

bracht; also dass Cronberg, Schloss und Stadt, soviel Hartmann zu-gestanden hat, mit allem Zubehör in unsere Hand kommen ist." Daswiderspricht ohne allen Zweifel der thatsächlichen Depossedirung sämmt-licher Ganerben. Wurde diese etwa jetzt stillschweigend als rechts-widrig zugestanden?

Als der hessische Amtmann aus Kronberg abzog, liess er dorteinige alte Gefällbücher zurück. In demjenigen von 1533 findet sichein wirtschaftlicher Spruch, wenn auch nicht grade: der Weisheit, derhier die hessische Zeit friedlich abschliessen mag:

Zer ich so Verderb ich,

Spar ich so sterb ich.

Besser gezerrt (gezehrt) und verdorben,

Dan gespart und gestorben."

Für Hartmut galt es nun zunächst: sich in der alten Heimat mitden jungen Vettern wieder einzuleben. Während der Fremdherrschafthatte der hessische Amtmann zu Eppenstein über Kronberg gewaltet.Hier war in den einundzwanzig Jahren vieles verfallen, verkommen,verloren, gestohlen. Das Schloss selbst war eine Halbruine. Aber auchdie übrigen Besitzungen bedurften neuer Verteilung, damit die unge-wisse und verderbliche gemeinsame Wirtschaft endlich einmal aufhöre.

Ueber all dieses wurde am Freitage nach Oculi, 17. März 1542,vor dem Deutschmeister Walter als Schiedsrichter, zu Speier zwischenden Stämmen von Kronberg einBurgfrieden" errichtet. Sein um-

lipp. Der Kaiser bestä-tigte dieses Instrument.

Karls V Unterschrift.

Eigentümlich stehtnach dem Vertrage dieFrage des landgräflichenBesitzrechtes. Er sagtselbst:dass wir, derLandgraf, auch für Cron-berg geruckt und dassel-be zu Ihrer (Pfalz undTrier) und unserer Hand