Der strassburger Reformator Bucer greift vermittelnd ein, 1539.
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nicht an das Reich herausgegeben habe." Dieser richterliche Anlauf hattejedoch, wie üblich, dem grossen Landesfürsten gegenüber keinen Fortgang.
Am 23. September 1539 befiehlt der Landgraf seinem AmtmannAlexander von der Tann: er soll sich nach Michaelis in Oppenheimeinfinden und die Sache mit Hartmut verhandeln helfen. Am 16. De-zember meldet Hartmut dem Landgrafen: er sei in Ladenburg mit denVettern zusammengewesen, die Verhandlungen seien jedoch gescheitert.
Sie wären wohl gänzlich versumpft, wenn Hartmut nicht einenneuen mächtigen Bundesgenossen gefunden hätte in seinem alten Freundevon der Ebernburg, dem strassburger Reformator Bucer. Dessen Strebenging dahin: alle protestantischen Stände des Reiches im schmalkal-dischen Bunde fest zu verknüpfen. Daher ar-beitete er beim Landgrafen auf Versöhnung mitder Reichsritterschaft und den kleinsten Reichs-grafen in der Wetterau. Im Frühjahr 1539schrieb der Kaiser, der sich mehr und mehrzum Widerstande gegen die schrankenloseSelbstwilligkeit der Landesfürsten gedrängtfühlte, eine Tagfahrt nach Frankfurt aus. Dorttrafen der Landgraf Philipp und sein alterGegner Hartmut abermals zusammen; es kamzwar zu einer befriedigenden Aussprache aberimmer noch nicht zum Abschlüsse. Bucer nach Beckers Weitgeschichte,war gegenwärtig gewesen. Dann hatte Hartmut in Strassburg mit diesemsich verständigt. Am 28. Mai 1539 schreibt Bucer aus Strassburg anden Landgrafen:
„Hartmudt von Cronbergs halben hab ich von ihm selb hie ge-hört mit grossem rhumen, wie E. f. g. in selb so gnediglich angesprochen(in Frankfurt) und von Frantzen hendelen gefraget heben, und was erfür Ursachen seinen vehden furgewendet habe, des habe er E. f. g. ein-feltigen bericht gethon, so fil er gewust. E. f. g. habe ihn aber daruffvermahnet, sich solicher faul zugetrunger (zugetragener?) Sachen hinfurzu entschlagen, des er dann on das vorlengist gewillet gewesen sei.Dann ich in selb zwar anders nie vernomen habe, dann alsz der wohlerkenne, das die Sachen, die Frantz zu seinen vehden gehabt, fil zugering gewesen sind zu solichem schweren zug und hendlen, die Frantz