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Hartmut in des Kaisers Heer vor Peronne, 1536.
13. August schreibt er an die „Dreizehn" (den regierenden Körper) zuStrassburg: „Wir mögen euch ernstlicher Wolmeinung nit pergen, dassuns allerlei treffliche (zutreffende) anzeig und warnung zukommen: dassder von Nassau, (wegen ihres Streites über die KatzenelnbogenscheErbschaft), die Sickingen und Hartmann von Cronenberg des entlichengemüts und willens sein sollen, nach dem itzigen kaiserlichen Zuge undVollendung desselben Kriegs, mit Verwilligung kai. Mat., uns mit derThat anzugreifen und zu beschedigen; dem wir doch, sovil die kai. mat.angehet, keinen Glauben geben." Es sei nöthig, gut aufzupassen. Danun seine eigenen Kundschafter „zu viel aufsehens haben" (beobachtetwerden), so dass sie nichts sicheres erfahren können, so soll Strassburgihm den Gefallen thun „einen frommen redlichen und geschicktenMenschen in des von Nassau Lager schicken, der fürr und fürr daselbstverharre und sich umb alle gelegenheit erkunde."
Der Kundschafter Strassburgs schreibt dem Landgrafen am 24. Augustaus dem nassauischen Lager bei Brüssel; später, am 23. September,erstattet er in Marburg mündlichen beruhigenden Bericht.
Damals hat sich Hartmut längere Zeit am Hofe der StatthalterinErzherzogin Margarethe, Schwester Karls V, in Brüssel aufgehalten umseine und der Sickingen Sache zu betreiben.
Auch die Ganerben, mit Ausnahme des sohnlosen Jakob III (88 F),hatten sich der hessischen Gewaltherrschaft in Kronberg keineswegsunterworfen. Sie lagen anhaltend vor dem Reichskammergerichteund verhielten sich schroff abweisend gegen jedes Anerbieten ernied-rigender Abfindung. Es ist ein Brief Kaspars II (107 F), des SohnesKaspars I (96 F) und der Katharina Kronberg, an den Landgrafen, vom20. Juli 1537, erhalten. Der daraus sprechende rechtsbewusste Mutdes jungen Vergewaltigten gegen den übermächtigen grossen Landes-fürsten und sein offener würdiger Protest gegen die übergreifendenRegierungsmassregeln der hessischen Büreaukratie verdienen volleAnerkennung.
Er ist in Cronberg kürzlich wegen Geschäfte gewesen und hatdort unter anderem vernommen „wie das E. F. G. unser gemeinenBürgern daselbst geschrieben mit gnediger und ernstlicher Beger:E. F. G. Vorwarnung zum Bürgereidt (den Inhalt des Eides) so siebisher gepflegt und gethan haben, etwas weither zu strecken." Kaspar