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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Götz von Berlichingens Fehde gegen die von Cöllnn 1508.

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Rechtsgewohnheiten, zugleich die harten Köpfe und Fäuste waren durchden Reichsschluss keineswegs aus der Welt geschafft. Wer sich der, nunaltvaterischen, Handhabe noch bedienen wollte fand leicht einen Wegdazu. Der sattelfrohe ritterliche Herr machte gern ein Geschäft daraussich zu Steuer dero gerechtigkeit als ein Rittermann" des schwachenGeschädigten erbarmen zu lassen undime rettig und byständig zu sein."So begann, 1508, der biederbe Götz von Berlichingen wie er selbsterzählt Fehde mit der Stadt Cöln wegen des Schneiders Hans Sindel-finger aus Stuttgart, der alsguter zielschütz mit der büchsen" dortdas best: 100 Gülden gewonnen, aber die von Cölln wollten ihm nichtsgeben." Da wurde Götzder von Cölnn feind unnd wurff ihr zweenbürger . . Contz Heymann und sein sone . . die waren khauffleute . . .darnider . . Darnach trug sich kurz zu, dass neun wegen von Frankfurt(über Eschborn und Königstein nach der Lahn) herauff fuhren, die warenCöllnisch, unnd stiess ich selber alleine uff sie, unnd het mein knechtund reutter nit weit davon. Zog derhalben hinaufF gein Kronberg zumeinem gueten alten Philipsen von Kronberg, der etwa (ehmals) einMarschalckh zu Heidelberg ist gewest. Desselbigen Rath het ich, unndgab er mir erlaubnus : ich solt die wegen und güeter hinaufif führen geinKronberg. Do dauret aber mich sein, dieweil er kranckh unnd altwar, dasz ich ihm also erst solt ein unruhe machen. Dieweil abermein gnediger herr von Königstein mir ganz ein gnediger herr war,wolt ich sie auch nit gern uff irer gnaden Strassen angreifen (wo König-stein das Geleitrecht übte), sondern auffeiner andern, die an jrer Gnadegrenzt." Götz lässt das dem Grafen melden. Dieserermant mich sohoch unnd gnediglich, das ich die Neün wegen, die da hielten, wiederfahren Hess." Graf Königstein vertrug dann, 1511, den Handel in Frank-furt, nachdem die Parteien drei Jahre lang einander handgreiflich undschriftlich bekriegt hatten; Köln zahlte 1000 Gulden.

Götz war nur ein kleiner armer Mann, der allerlei Rück-sichten zu nehmen hatte. Konnte und sollte die Sache aber im grossenStile betrieben werden, so erwarb der Rittermann, durch scheinbareZession, den vermeintlichen Anspruch irgend eines Bürgers der vomRat und Gericht seiner Stadt geschädigt war. Dann erklärte er sich derStadt Feind, so lange sie ihm wegen des erworbenen Anspruches nichtzuwillen sein werde. Seinen Schützling nahm er wohl in seinen Dienst