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Hühnerburg. Ringwall auf dem Altkönige.
Die Taunusgelehrten sprechen diese Baureste als die Umfassungeines römischen, der Viehzucht dienenden Wirtschaftshofes an; dieHünerburgwiesen waren die Tagesweide, der Hünerberg mit seinerUmschliessung die Nachtpferche, eine Umhegung gegen reissende Thiereund Verlaufen des Viehs. Die Villa selbst ist bisher nicht aufgefunden.Geschürft ist auf der Hünerburg noch nicht. Ihr Name dürfte ausHünen (Toten) erwachsen sein.
3. Der Ringwall auf dem Altkönige.
Diese ringsum zahlreichen urzeitlichen Steindenkmäler werden voneinem neueren frankfurter Gelehrten als „besser vielleicht Ringmauern,Kyklopenbauten asiatischen Gepräges" bezeichnet. Sie bezeugen eine be-deutende, vor alle Geschichte hinausreichende Besiedelung der Taunus-vorlande bis an die Gebirgshänge. Die Mainufer waren von jehereine gastliche Landschaft, durch die eine uralte breite Völkerstrasse zog.Auf der Kuppe der zweithöchsten Erhebung des Dun finden wir hiereinen der geräumigsten Zufluchtsplätze. Nördlich davon läuft auf derWasserscheide der römische Limes. Sein heutiger Name „Pfahlgraben"dürfte sich an: „fälan," Riese oder Teufel, lehnen.
Die Befestigung umzieht den weithin sichtbaren kegelförmigenGipfel des Berges mit einem, 1155 Meter langen, inneren Steinwall. Ihnumschliesst, in 50—70 Meter Abstand, ein zweiter 1520 Meter messenderWall; südwestlich von diesem liegt ein ebenfalls umwallter Vorhof,ein Zwinger. Die Eingänge sind überall so gelegt, dass die Angreiferihre ungeschützte rechte Seite der Hauptburg zuwenden mussten. DieWälle bestehen aus schweren Sammelsteinen, Quarziten. Durch, jetztverweste, Holzeinlagen waren sie ursprünglich zu höheren und steilerenMauern aufgebaut gewesen. Wasseranlagen sind noch nicht ermittelt.
Der Ringwall gewährte Zuflucht für Menschen und Vieh; immer-hin schon gegen tausend Jahre lang bevor die Eschborne auf BurgKronberg übersiedelten.
Das Gesamtbild dessen, was „Die von Kronberg" und ihre Vor-fahren seit undenklichen Jahren am Fusse des Altkunigs geschaffenund unserer Zeit nachgelassen haben, giebt uns zunächst die wertvollepraktische Lehre: dass die alten Baumeister in ihren Schöpfungen nie-