Druckschrift 
Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
Seite
254
Einzelbild herunterladen
 

254

Der Chor. Denkmäler darin. Romanischer Treppenturm.

Westen das seiner Gattin Katharina: Kronberg und Isenburg quadrirt;um beide gemalte Sonnenglorien. Die Kämpfer sind profilirt mit Maass-werk-Verzierung; zwischen den Kappen gemalte Blütenzweige. Diegesammte Malerei ist nach den alten Spuren wiederhergestellt. An

der Nordseite führt eine spitz-bogige Thüreinfassung in's Freie;daneben ein Wandtabernakel mitGitter, darüber Maasswerk; imwestlichen Chorteile ein sechs-tes Fenster. An der Südwandwurde eine Nische neu herge-stellt, durch Offenlegung des da-hinter liegenden, oben erwähn-ten kreuzgewölbten Raumes überder Sakristei; er ist zum herr-schaftlichen Stuhle bestimmt.Nachdem sämmtliche alte Altärezerstört und verschwunden, istein solcher in schwarzem Mar-mor, aus späterer Zeit, hier ver-wendet; darüber ein grosses be-achtenswertes, geschnitztes undbemaltes Holz-Kruzifix aus demAnfange des 17. Jahrhunderts.(S. 253.)

An der Südseite des Chorsführt eine Spitzbogenthür zu derniedriger gelegenen Sakristei.Im Chor finden sich heuteRomanischer Treppenturm. noch folgende Denkmäler vor:

I. Anna Kronberg. Das bedeutende Kunstwerk wird in Abschnitt VIInäher vorgeführt werden.

II. Walter von Reiffenberg (J- 30. Oktober 1517). AusgezeichnetesSandsteinrelief. Der langlockige Knabe kniet neben seinem Wappen;oben, über einem Halbmonde, Maria mit dem Christuskinde; sie ist inkleinerem Massstabe dargestellt und von einer Strahlenglorie umgeben.