liegt am südlichen Abhänge des Burgberges, hart innerhalbder ältesten Stadtmauer. Der Kirchhof kann nur einen sehrbeschränkten Raum eingenommen haben; Spuren von Grab-steinen sind nicht mehr aufzufinden, solche scheinen sehr zahlreich zuTreppenstufen vor den umliegenden Häusern und zu anderen nützlichenBaulichkeiten verwendet zu sein. In der zweiten Hälfte des 16. Jahr-hunderts war bereits die Begräbnissstätte ausserhalb der Stadt. Nörd-lich der Kirche lag der kleine herrschaftliche Wirtschaftshof: das Dup-haus (Taubenhaus), von dem die jetzt dort laufende Strasse den Namen:„der Doppes" bewahrt hat. Der östliche Chor ist der älteste Teil, er istschmäler als das Schiff und im halben Achteck geschlossen; aussen Strebe-pfeiler mit Pultdächern. An seiner Südseite liegt die Sakristei; nebenihr steht ein sehr alter Treppenturm mit abgekehlten Rundbogen-fenstern (S. 254); er führt zu einem Obergeschosse über der Sakristei.Der Chor hat fünf spitzbogige zweiteilige Fenster mit einfachem hohl-profilirten Maaswerke. Ihre Glasmalereien sind verschwunden: zerstörtoder entwendet. Nur von einer hat Oetter Bild und Nachricht: Sieist in Abschnitt III bei Johann VII (S. 180) wiedergegeben.
Der Chor ist mit zwei Kreuzgewölben überspannt; östlich einregelmässiges sechsrippiges, nach dem Schiffe zu ein vierrippiges,dessen Raum vielleicht ursprünglich zum ältesten kurzen Schiffe ge-hörte. Im östlichen Schlusssteine das Wappen Franks IX (62 F), im