B. Die Stadtmauern.
IE Ringmauer der Burg „Kernmauer" a 1 —a 13 ist in ihrenursprünglichen und wesentlichen Teilen bereits im 13. Jahr-hundert hergestellt. Stadtmauern und Stadtrechte wurdenvon Ludwig dem Bayer und Karl IV am Rhein entlang sehr freigebigverliehen um den die Orte beherrschenden Adel zu gewinnen.
Unterm 21. April 1330 erlaubte König Ludwig der Bayer seinemgetreuen Hartmut (V, 35 K) die- Ummauerung des damaligen „Thals"(dörfliche Ansiedelung). Diese älteste Stadtmauer lief (auf dem Stadt-plan) in der weiss-roth gebrochenen Linie, von a 13 —a 14 zum Eichen-thor. Dieses trug ursprünglich vier Ecktürmchen und einen hölzernenverschalten Wehrgang. Von dort weiter zum ehemaligen Haubornthor,das im Südwesten zu suchen ist. Dort stand, im Jahre 1370, „der zunfür der hohen pforten gein dem heuborn zu." Dieses Thor führte indas Rosenthal: ein Garten „gegen den Häwborn," dessen Lage rechtsund links der jetzigen frankfurter Strasse zu suchen ist. Es zerfiel indas grosse und kleine Rosenthal. Der Name wurde im Mittelaltervielfach auf eine frische anmutige Lage angewendet ohne dass Rosen-kultur getrieben zu werden brauchte.
Die älteste Stadtmauer lief weiter zur Judenpforte C 1 ; von dort wahr-scheinlich früher auf der Linie A 1 —A 2 nördlich, später wurde sie, wegendes Baus der Stadtkirche zu St. Johannes, auf die Linie B- B 1 —B 2 verlegt.Die dort im vorigen Jahrhundert unterhalb der Kirche noch stehendeMauer war „33 Schuhe 7 Zoll hoch und 574 Schuhe durchaus breit,geht bis an die Strasse, wo sie en Profüll abgeschnitten ist". Derjetzige Kirchturm war augenscheinlich ein Stadtmauerturm. Im Laufeder Hauptstrasse lag bei B 1 das „alte frankfurter Thor," davor eineZugbrücke. Bei B 3 zieht sich diese älteste Mauer nach Nordost und