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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Inneres und Aeusseres des Freiturms.

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neuester Ausräumung fanden sich Thonscherben und geringe, nichtsicher bestimmbare Knochenreste. Darüber folgt das erste Geschoss.In diesem liegt, gegen Norden, der äussere Eingang zum Bergfrit;eine Rundbogenthür, 5 Meter über dem Erdboden. Sie ist 1,75 Meterhoch und 0,70 Meter breit; aussen findet sich rechts und links jeeine quadratische Höhlung; darin sassen Konsolen zur Befestigungdes hölzernen Podiums für die beweglichen Steigleitern. Innenwärtssind die Löcher für die Sperrbalken noch sichtbar. Der Eintritts-gang ist durch die ganze Mauerdicke flachbogig gedeckt; er führt biszu einer südlichen Rundbogenthür die auf einen aussen umlaufendenWehrgang mündete; die Köpfe seiner hölzernen Tragbalken sind ander Südmauer des Freiturms noch sichtbar. In der inneren westlichenMauer dieses runden Raumes sitzt eine Wandnische, von Steinpfostenumrahmt; auf dem Sturze ist die Jahreszahl 1500 eingemeisselt. Da-nach sind die Verdickung des Turms und der Aufbau seines Fort-satzes unter der Regierung des pfälzer Marschalls Philipps VI (82 F),f 1510, und des mainzer Vizedoms Johanns IX (87 K), -f 1506, aus-geführt. Dieser Raum scheint Holzdecke getragen zu haben da keineGewölbansätze sichtbar geblieben sind. Ueber dem zweiten Geschosselag das tonnenförmige Schutzgewölbe. Seine Scheitelhöhe war: 3,90Meter, die Grundfläche des Raums etwa 3,20 Meter im Geviert.Dieser erhält sein Licht von der Südseite durch ein quadratischesFenster mit Steingewänden in kleiner Nische. Das dritte Geschossist 3,18 Meter hoch, 3,60 Meter im Gevierte und mit einem Kreuz-gewölbe überdeckt. Der Freiturm ging ursprünglich nur bis zu diesemGeschossboden. Er trug eine Plattform mit breiten Windbergen undScharten; diese wurden später zu Fenstern übermauert und vervoll-ständigt, so dass jetzt in der Mitte jeder Seite, auf 1,60 Meter Höhe,zwei fast quadratische Fenster mit Steingewänden je eine Nische füllen.Durch den Fortsatz des Turms, der von hier aus in der Mitte empor-schiesst, ist diese ehemalige Plattform zu einem breiten überdachtenUmgange ausgestaltet. In ihrer Nordwestseite zeigt sich eine Kamin-anlage, denn hier hauste der Turmwächter. Ueber den zwei Fensternder Südseite finden wir zwei steinerne Wappen eingelassen: das-jenige Hartmuts XII vom Kronenstamme (100 K), Sohns von Johann IXund seiner Frau Anna vom Flügelstamme, Tochter Philipps VI; sie