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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Die Oberburg. Eingangsthor. Berchfrit.

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annehmbares Wirtshaus. Es war wohl eine der frühesten kulturellenGründungen an dem gastfreundlichen Platze. Eingehende beschreibendeErwähnung findet die Burg zuerst in den Verträgen (Burgfrieden) ihrerGanerben (Gemeinerben) aus den Jahren 1367, 1370, 1378. Danach hatdie Oberburg im Grundplane ihre ursprüngliche Gestalt bewahrt. Diefast dreiseitige Baufläche liegt auf dem höchsten, daher sichersten Punktedes Felsblocks. Hie und da zeigen sich am Gesteine Spuren von Ab-meisselung, vorzüglich gegen Südosten, an der Angriffsseite. Im Nordenschützte (hegte) der Hain (Hagen) die Angriffsfläche; ursprünglich eindichtes Dorngestrüpp oder ein verflochtener Busch, einGebück" vonniedergebogenen Buchenästen. Gegen Süden bildete das, vom Altkönigund der Hüner(n)burg abfliessende Wildwasser eine steil abfallendesumpfige Niederung, eineHelle" (von: hohl). Wir durchschreitenden Burghof (Bp. t) und betreten die Oberburg von Westen her aufeiner wohl später hergestellten Steintreppe. Durch den Thorturm (Bp. 1)führt ein Eingang mit Tonnenwölbung. Darüber lag die älteste Burg-kapelle, ein viereckiger Raum mit einem, nach Osten auf den Burghofaustretenden, halbrunden Chörlein: der Altarnische. Rechts und linksvon dieser barg eine kleine Wandvertiefung die Altargeräte. Der Raumhatte eine Balkendecke deren Löcher noch in der Mauer wahrzunehmensind. Auf dieser Kapelle sassen turmartig mindestens zwei andere Stock-werke mit spitzem Dache, wie noch ein Stich von Daniel Meissner ausdem Jahre 1626 darstellt. In ihnen befand sich das Schutzgewölbe. Siedienten zur Verteidigung der darunterliegenden Pforte bevor die Mittel-burg (das Schloss) stand, und zur Aufbewahrung von Waffen. Im Brand-schutte auf dem Fussboden der Kapelle fanden sich etwa sechzig Arm-brustpfeilspitzen.

An diesen westlichen Thorturm schliesst sich nach rechts undlinks die Kernmauer der Oberburg (Bp. 6 und 9). Gerade gegenüber,auf der östlichen Angriffsseite, ist sie von ihrem äusseren Fusse 12,40Meter hoch aufgeführt gewesen. In der Südostecke dieser wehrbarenSchildmauer" (Bp. 5) steht, auf der Spitze des Felsens, derBerch-frit" oder Bergfried (Bp. 4). Schon seit ältester Zeit wird er hier:Freiturm (derrechte" eigentliche Turm also: der bedeutenste) genannt.Im allgemeinen ist er dem Bergfriede auf dem Burgstadl zu Eschborn(Abschnitt I) gleichartig. Hier aber ist seine umfassendere Aufgabe: