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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Viehzucht und Landwirtschaft.

Hinterlassenschaft der Römer, breitete sich in den Wäldern rings umKronberg. Seit dem 11. Jahrhundert wird sie urkundlich genannt. Manröstete sie, schnitt sie aber zuvor auf damit sie nicht platze. Nach demCodex Laureshamensis lieferte schon im 8. Jahrhundert Heckestat demKloster Flachs. Im Jahre 804 finden wir Wingerte und Bungerte vorEschborn. Die Eiche und Buche im Walde zählten damals zu denFruchtbäumen, der Schweinemast wegen.

Das Schaf tritt seit dem 11. Jahrhundert in der Wetterau hervor,greifbar und in Heerden seit Ende des 13. Jahrhunderts. Mehrerehundert Stück hielt die Gutsherrschaft auf dem Schönen Berge, zuFronrode und zu Eschborn; alle umliegenden Feldmarken unterlagendem Weidegange. Die Allmende-Genossen durften bis zu 30 Stück fürdie Hube unter den gutsherrlichen Stab treiben. Das Rind fand eben-falls seine Weide auf den Waldblössen, jedoch diente es noch nicht zumZuge. Diese Arbeiten verrichteten kleine Pferde der westerwälder Rasse.Flachs, Gänsefedern, Wolle und Bienen gehörten in den Wirkungskreisder Hausfrau.

Die landwirtschaftlichen Gebäude standen auf den kronbergerHöfen zahlreich aber klein. Sie waren aus Fachwerk, verschalt undmit Stroh gedeckt. So baute das frühere Mittelalter allgemein. An Ge-treide bestellte man Hafer; er gab Brod, Grütze und Pferdefutter; wenngeröstet: Hundekuchen. Das Brod aus Roggen (hier: Korn genannt)war ein Luxus des Herrentisches. Die Gerste diente zum Brauen; vonHopfenzusatz wird nichts gemeldet.

Der Wald nahm in der damaligen kronberger Wirtschaft und Nah-rung eine weit wichtigere Stelle ein als heutzutage; wegen Weide, Mastund Wildbahn. An den gemeinsamen Waldungen blieb der Name deraltenMarken" hangen. Die weitaus bedeutendste unter ihnen war dieunmittelbar benachbarte

Hohe Mark.

Dieser weite Bergwald, etwa 60,000 Morgen (15,000 Hektaren)haltend, war zur Zeit der Karolinger (814) kaiserlich, das Jagdrevierfür den Palas zu Frankfurt. Unter den entfernt lebenden sächsischenKaisern wussten die Nachbaren den Wald an sich zu bringen. Deroberste Waltpode war der Herr auf Schloss Hoenburg (Homburg): der