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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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138 Johann III Stadthauptniann in Frankfurt; erstürmt Höchst, 1391.

letzten 12,000 Gulden abbezahlt. In diesem Geschäfte hatten die Be-siegten entschieden die stärkere Hand. Der Stadt gesammter Schadenaus ihrem kopflos unternommenen und ungeschickt ausgeführten Kriegs-zuge wurde auf 100,000 Goldgulden berechnet. Sie musste das Geldzu 10 und 12V» Prozent anleihen, namentlich auf Leibrenten die siegegen Kapital verkaufte. Noch ein Jahrhundert später seufzten die Ur-enkel über den Steuerdruck wegen der Schulden, in die sich ihre wage-halsigen Urgrossväter durch die verfehlte Spekulation auf Kronberggestürzt hatten.

Der Flügelstamm war bereits am 17. März 1390 mit Frankfurtgesühnt. Erst am 12. März 1395 schloss Johann III (56 K) für denKronenstamm ein Bündnis mit der Stadt auf vier Jahre ab. Er wirddie frankfurter Bürger und ihre zwei jährlichen Messen beschirmenund verteidigen, in Fehdefällen auf Verlangen Hauptmann sein;woGott Glück gäbe, dass sie Feinde niederwürfen" sollen Beute und Ge-fangene geteilt werden. Auf Kriegsmärschen erhält Ritter Johann einNachtgeld von 1 Gulden, jeder Knecht 5 Schilling Heller; sollte derRitter gefangen werden so empfängt er 700 Gulden Entschädigung;ausserdem ein Jahrgeld von 1000 Gulden. Damit Johann in der Stadtwohne, mietet der Rat für ihn einen Hof in der Neustadt um 26 Gulden.Als er dann pflichtmässig den Main aufwärts zieht, den Messfremdenzu ihrem Schutze entgegen, wird er vom mainzer Vitztum zu Aschaffen-burg überfallen, beraubt, gefangen; wahrscheinlich hatte er das städtischeGeleitsgebiet überschritten. Frankfurt hilft bei seiner Auslösung.

Schon im nächsten Jahre trug das Bündnis den Frankfurtern reicheZinsen. Der Erzbischof Johann II von Mainz hatte, neben der ihmbereits verbotenen Zollstätte zu Höchst, eine neue im benachbartenKelsterbach am Main angelegt. Diese Dreistigkeit reizte selbst denträgen König Wenzel soweit auf, dass er den wetterauischen Städtenund dem Landvogte befahl: die Zölle als Strassenraub abzuthun. Eheaber diese schwerfällige Maschine sich in Bewegung setzte, hatten dieflinken Kronberge, Johann III und seine Söhne, sich mit ihrer kriegs-gewohnten Mannschaft nach Höchst geschlichen. Sie erstiegen die Burg,verbrannten den Ort, erschlugen kurzer Hand die Besatzung. DerMain war wieder frei für Frankfurts Handel. Seine undankbaren Ge-schichtsschreiber melden spöttisch:dieses Mal verdienten die Krön-