Teilung der73,000 Gulden zwischen Pfalz und den Kronbergen, 21. Jan. 1390. 137
da geschehen war und die von Frankfurt den Streit verloren hatten, dasass ich auf meinem Hengste und ritt auf der rechten (ursprünglichen)Wahlstad, da fand ich bei einander stehen auf dem Wale . . . undJohann von Holzhausen den jungen und ihre Gesellen bei zehen oderzwelff; dieselben waren auch die nächsten und vordersten in dem
Streit die ich des Tages sähe, und Sprech das uff mein Eydt."
Die Teilung des grossartigen Lösegeldes ging nicht völlig glattvor sich. Es schwebte noch eine alte Feindschaft zwischen den zwei,durch die allgemeine politische Lage zusammen geworfenen Waffen-brüdern: Hanau und Kronberg. Der Pfalzgraf suchte zu vermitteln umdas Geschäft baldigst abzuschliessen. Der Hanauer schied deshalb for-mell aus und am 21. Januar 1390 vollzieht der Pfalzgraf Ruprecht mitden Kronbergern folgende Schlussrechnung:
„Wir Ruprecht - wegen der 73,000 Gulden haben wir unsmit Johann (III), Walter (VIII) und Frank (VIII) von Cronenberg ge-einigt, von des geltes wegen.
Mit namen des obgenannten gelts sollen zu wynckauff (Beloh-nungen an Freunde in der Not) gefallen von gemeynem gelde vier-
dusent gülden Danach sol von gemeynen gelte der gefangen
atzunge bezalt werden, in des von Hanauwe sloszen und zu Cronen-berg, als unsere Frunde (Schiedsmänner) von des (dieser) rechenungegeschieden sin (entschieden haben), wo (wenn) ez nit mynre (minder)werden mag. Auch sollent die obgenannten von Cronenberg vom ge-meynen gelt zu sün teil VI m gülden abrichten.
Auch soll Walther von Cronenberg von gemeynem Gelt widerwerden hundert gülden, die er dar geluhen hat den, die banyr brachenund den hauptmann (Winter von Wasen) fingen.
Item was darüber des gemeynene geltes blibet an der obgenantensumme, daz sol halbs gefallen uns und unsern erben und das anderhalpteil den obgenannten von Cronenberg und ihm erben. Doch sollenwir von unserm teil, daz uns geburt, den obgenannten von Cronenberg,zu fruntschaft und wollust, dusent gülden und einen gülden geben, anden schaden und habe, die sie des tags genommen han, da die von
Franckfort nyderlagen
Der Goldgulden berechnet sich auf etwa 9 Mark; das Lösegeldbetrug also etwa 650,000 Mark. Bereits am 1. März 1393 waren die