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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
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sehen wir den Burggrafen, ans dem Zuge nach Un-garn begriffen, bei seiner Schwester, der Herzogin Beatrix,in Wien Rast halten. Die Regierung des Burggrafen-thinnes übernahm die Burggräfin Elisabeth mit den Rä-then ihres Gemahles, dem besonderen Schutze Ruprechtsempfohlen '.

Was den Burggrafen Friedrich bewog, die Heimathzu verlassen und dem Ungarnkönige sich wieder anzuschlie-ßen, ist daher zunächst ohne Zweifel in seiner, von demKönige Ruprecht mitvcrschuldeten mißlichen Finanzlage zusuchen. Dennoch haben wir keinen Grund, mit einem feind-selig gesinnten Zeitgenossen, dem Herzog Ludwig von Bai-ern, darin den einzigen Antrieb zu diesem wichtigen Ent-schlüsse zu finden. Auf Herzog Ludwigs vcrkleincrungs-snchtige Aeußerung, „daß Friedrich vor Armuth in seinenLanden nicht habe bleiben können, daher König SicgmundöDiener habe werden müssen, um sich von diesem ernährenzu lassen," hat Burggraf Friedrich selbst schon in derwürdigsten Weise geantwortet, indem er dem Gegner erwi-derte, daß sein väterlich Erbtheil gleichwohl gewiß nichtweniger betragen habe, als das Besitzthum eines Baicru-herzogs'.

Ohne Zweifel haben auch die Zerwürfnisse mit demKönige Ruprecht, wenn diese auch nicht bis zu offenkundi-ger Zwietracht gediehen, wirksam zu Friedrichs Entschlüssebeigetragen. Mehr noch folgte der Burggraf wohl eineminnern Thätigkcitsdrange, der ihn antrieb, seine Kräfte im

1) Klon. VI, üo. 524. 526. voa. III, I, 174.

2) v-ls. 171. 174.